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Grevesmühlen „Wismar erinnert mich an mein zu Hause“
Mecklenburg Grevesmühlen „Wismar erinnert mich an mein zu Hause“
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00:12 11.04.2018
Nach Drehschluss spaziert „Soko Wismar“-Darstellerin Sidsel Hindhede gern durch Wismars Altstadt. Quelle: Foto: Michaela Krohn
Wismar

Die Dänin Sidsel Hindhede ist seit Januar als junge Polizistin Stine Bergendal in der Krimiserie „Soko Wismar“ zu sehen. Warum für sie damit ein Traum in Erfüllung gegangen ist und wie sie sich nach Drehschluss in der Hansestadt entspannt, berichtet die 24-jährige Schauspielerin, die erst seit kurzem Deutsch spricht, im Interview mit der OSTSEE-ZEITUNG.

Sie spielen in der „Soko Wismar“ die junge, dänische Polizistin Stine Bergendal. Ihr Akzent ist unüberhörbar. War es schwierig für Sie, den deutschen Text zu lernen?

Sidsel Hindhede: Wir drehen seit August die neuen Folgen, ich lerne also erst seit dem Sommer Deutsch. Ich hatte es zwar damals in der Schule, aber ich hatte alles wieder vergessen. Für die ersten Szenen habe ich einfach alles auswendig gelernt, dann wurde es langsam leichter.

Sie konnten also kein Wort Deutsch, als Sie sich für die Rolle beworben haben?

Nein. Ich hatte von dem Casting gehört und dachte, ich versuche es einfach. Ich mache das. Und nach dem zweiten Casting habe ich dann die Rolle bekommen und mich gefreut.

Sie kommen auch jetzt gerade von einem Dreh hier in Wismar. Um welche Szene ging es heute?

So richtig kann ich das nicht verraten, aber wir haben auf einem Sportplatz gedreht und dort einen Tatort untersucht.

Wie gefällt Ihnen Wismar?

Wismar ist für mich fast ein bisschen schöner als Dänemark. In bin in einer kleinen Stadt in Jütland aufgewachsen. Da gibt es auch so alte Häuser. Es sieht hier ein bisschen aus wie in Viborg. Ich fühle mich heimisch in Wismar. Wenn ich hier drehe, wohne ich in der Altstadt.Und in einer Stadt mit einem Hafen zu wohnen, ist immer ein schönes Gefühl – besonders im Sommer.

Und was machen Sie in Wismar nach Drehschluss?

Meistens lerne ich dann den Text für den nächsten Tag. Ich gehe hier aber auch gern spazieren, schaue mir die Häuser an, wenn es nicht zu kalt ist. Ich nehme sonst auch einfach gern ein Bad und schaue Serien an. Mit den Kollegen gehe ich abends auch gern was Trinken und Essen. Wir waren schon in der „Kaibar“ und im „Schlauch“.

Wie läuft denn die Arbeit mit den neuen Kollegen?

Das Team ist superfreundlich. Ich wurde gut aufgenommen. Vor allem Mathias Junge, mit dem ich die meisten Szenen drehe, hat mir viel geholfen, auch mit der Aussprache oder, wenn ich ein paar Dinge mal nicht verstanden habe. Nike Fuhrmann und Dominic Boeer sind auch toll.

In der Serie sind Sie und Timmermann, der von Mathias Junge gespielt wird, ja ein witziges Team.

Ja, es ist oft lustig. Aber Stine will von den beiden immer ein bisschen die Ernstere sein.

Was macht Stine Bergendal in der Serie für sie aus?

Stine will vor allem ernst genommen werden. Sie will zeigen, dass sie eine gute Polizistin ist. Es ist ihr wichtig, dass Reuter – ihr Chef – erkennt, dass sie einen guten Job macht. Künftig wird Stine noch mehr Power zeigen.

Haben Sie beide denn viele Gemeinsamkeiten?

Ja, wir haben eigentlich dieselbe Geschichte. Wir kommen beide aus einem kleinen Ort in Dänemark und müssen Deutsch lernen. Stine ist vielleicht ein bisschen nachdenklicher als ich, aber wir sind beide sehr offen. Und Stine ist etwas naiv – und wenn ich so darüber nachdenke, das bin ich auch. Ich wollte aber nie Polizistin werden.

Schauen Freunde und Familie in Dänemark eigentlich auch die „Soko Wismar“?

Mein Vater guckt es jeden Mittwoch, mit dänischen Untertiteln. Auch der Rest der Familie schaut sich die Serie an. Einige Freunde sind inzwischen totale Fans geworden. Und ich weiß, dass auch viele Menschen wegen der Serie „Soko Wismar“ extra nach Wismar kommen, um sich die Hansestadt anzuschauen.

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Wismar drehen?

Ich bin so etwa sechs Tage im Monat hier in Wismar. Und dann drehen wir ja noch Szenen in Berlin. Den Rest des Monats lerne ich Deutsch, arbeite mit einem Coach – Stine Bergendal ist immerhin meine erste Fernsehrolle. Das ist ganz neu für mich, so professionell zu drehen. Deutsch ist für mich schon einfach zu lesen und zu verstehen und dem Dänischen ähnlich, aber das „sch“ ist schwierig für mich. Ansonsten fahre ich in der drehfreien Zeit oft nach Hause nach Dänemark und treffe die Familie.

Und haben Sie noch einen Traum? Wen wollen Sie unbedingt einmal spielen?

„Soko Wismar“ ist für mich schon ein Traum. Ich meine, ich komme direkt von der Ausbildung und habe gleich eine große Rolle bekommen. Die Serie hat mehr Zuschauer als die größte Serie Dänemarks. Ich würde zwar auch mal gerne was in Dänemark oder England drehen, aber mit der „Soko Wismar“ bin ich sehr glücklich. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

OZ

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