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Wismarer Gruppe „Overdose“ gewinnt Publikumspreis

Wismar Wismarer Gruppe „Overdose“ gewinnt Publikumspreis

Marcus Reemer, Tim Wrage und Peter Lübbe rocken im Sommer den Bürgerpark. Jury stimmte für Greifswalder Gruppe. Lokalmatadoren von „Pride‘n‘Rock“ auf Platz zwei.

Wismar. Marcus Reemer, Peter Lübbe und Tim Wrage von der Wismarer Band „Overdose“ jubeln: Sie dürfen ihre Hits beim Festival „Wismar09“, das vom 30. Mai bis zum 2. Juni im Bürgerpark stattfindet, und beim Schwedenfest im August jeweils vor großem Publikum präsentieren. „Overdose“ gewann am Sonnabend den Publikumspreis beim neunten Musikerwettbewerb der Hansestadt.

Die 2009 gegründete Band bekam die meisten Stimmen der Besucher der Clubdisco „Schwips“. Außerdem wird bei „Wismar09“ und beim Schwedenfest „John Silver“ auftreten. Die Jury — mit Robby Heesch vom Stadtjugendring Wismar, dem ehemaligen Bassisten Detlef Gierahn, mit Journalist Holger Glaner sowie Kristina Borgwarth und Max Bork vom „Wismar09“-Team — wählte die Greifswalder Band mit 21 Punkten auf Platz eins.

„Die Plätze zwei, drei und vier lagen sehr dicht beieinander. Es gab jeweils nur einen Punkt Unterschied“, so Jurychef Heesch. Auf den zweiten Platz kam „Pride‘n‘ Rock aus Wismar“ (14 Punkte), auf Platz drei die Kröpeliner Metal-Band „Iron Horses“ und auf Platz vier „Overdose“. Für „John Silver“ gab es 500 Euro Siegprämie und für „Overdose“ 250 Euro.

Jede Band trat gut 30 Minuten lang auf und spielte Lieder mit eigenen Texten und Melodien. Allerdings hörten sich nur wenige Jugendliche die Songs der Bands, die für gute Stimmung sorgten, an. Als „Pride‘n‘Rock gegen 21.45 Uhr startete, gab es etwa 30 Fans, die mitrockten. Später zählte Robby Heesch etwa 80 Discogäste. Außerdem wurde bedauert, dass die Bands „MesmeriZed“ aus Wismar, die 2010 den Publikumspreis bei „Wismar09“ gewonnen hatte, und „The M-Project“ aus Wismar/Poel nicht beim Musikercontest angetreten waren. „Das ist doch kein Wettbewerb, wenn keiner mehr mitmacht“, ärgerte sich Ingo Schröder. „Ich höre mir gerne an, was andere Bands so machen.“ Schmunzelnd fügte der 52-Jährige, der bei „Pride‘n‘Rock“ E-Gitarre spielt, hinzu: „Mich hält ein Elixier jung: der Rock‘n‘Roll.“

Dirk Menzel vom Kreisjugendring Nordwestmecklenburg beruhigte: „Wichtig ist, dass wir Bands bekommen, die qualitativ gut bei ,Wismar09‘ spielen.“ Dagegen gab Robby Heesch zu: „Ich hätte mir schon mehr Gäste erhofft. Wir hatten den Wettbewerb ganz gut beworben.“ Matthias Däubler, Vorsitzender von Kreisjugend- und des Stadtjugendring und „Schwips“- Geschäftsführer, betonte: „Dieser Contest ist ein wichtiges Ereignis für die Jugendlichen in Wismar und der Umgebung.“ Am 19. April gibt es in der Disco „Schwips“ Teil zwei des Wettbewerbs. Dann treten DJs gegeneinander an. Bislang liegen sieben Meldungen vor.

Norbert Wiaterek

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