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Grevesmühlen Wismars Hauptverkehrsader ist wieder frei
Mecklenburg Grevesmühlen Wismars Hauptverkehrsader ist wieder frei
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00:00 10.08.2018
Seit Mittwoch rollt der Verkehr wieder ohne Hindernisse: Der letzte Bauabschnitt von der Schweriner Straße / Dr. Leber-Straße ist fertig und freigegeben worden. Quelle: Foto: Kerstin Schröder
Wismar

Ein Mammut-Bauprojekt geht zu Ende. Seit Mittwoch können die Autofahrer endlich wieder eine der wichtigsten Verkehrsadern in Wismar nutzen. Die Kreuzung „Am Schweriner Tor“ ist in alle Richtungen freigegeben. Der letzte Bauabschnitt zwischen der Schweriner Straße und Dr.-Leber- Straße ist abgeschlossen.

„Der Knotenpunkt war für uns eines der wichtigsten Verkehrsprojekte der letzten Jahre und nun ist es vollbracht“, freut sich Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Viele Menschen hätten sich gefragt, warum diese Maßnahme so lange dauert. Aber die meisten Arbeiten seien nicht sichtbar gewesen, es hätten vor allem die unterirdischen Anlagen, Kabel, Leitungen und Rohre erneuert werden müssen. „Nun kann diese für uns so wichtige Verkehrsader noch vor dem Schwedenfest wieder voll genutzt werden“, ergänzt der Bürgermeister. Offiziell freigegeben werden sollte der Abschnitt erst heute. Aber schon am Mittwoch wurden die Baustellenampeln plötzlich weggeräumt und die neuen Fahrbahnen in Betrieb genommen. Lediglich einige Restarbeiten, unter anderem an den Radwege-Zufahrten, stehen noch an.

Deshalb können die Autos und Lkw endlich wieder die Kreuzung ohne Umleitungen und Sperrungen nutzen.

Bereits im April 2016 ist das Bauprojekt gestartet. Umgesetzt hat es die ASA-Bau GmbH aus Neubukow. Die hat ein Bauvolumen von rund 3,7 Millionen Euro umgesetzt. In das 28 Monate dauernde Projekt sind Fördermittel geflossen, unter anderem aus dem Bereich des kommunalen Straßenbaus und der Städtebauförderung.

Von der Großbaustelle sind insgesamt vier Straßen betroffen gewesen: die Dahlmannstraße bis hin zur Fritz-Reuter-Schule, der untere Teil der Dankwartstraße, die Schweriner Straße bis Höhe Kita und die Dr.-Leber-Straße bis zur Mecklenburger Straße. Verkehrszählungen vor dem Beginn der Arbeiten hatten ergeben, dass täglich rund 17000 Fahrzeuge die Kreuzung passieren. Damit zählt sie zu den Kreuzungen, die in Wismar am meisten genutzt werden.

Rückblick: Im Vorfeld der eigentlichen Straßenarbeiten sind unter den Fahrbahnen neue Schmutz- und Regenwasserkanalisationen, inklusive Hausanschlüsse, verlegt worden. Auch eine Sanierung des Regenwasser-Vorflutsammlers für den südöstlichen Altstadtbereich wurde vorgenommen. Im Bereich der Kleingartenanlage „Im Wall – Süd“ ist hierfür ein unterirdisches Klärbecken mit Anschluss an die Gräben der Kuhweide hergestellt worden.

Für die Stadtwerke Wismar wurden nördlich der Dahlmannstraße sowie südlich der Dr.-Leber-Straße Gas- und Wasserleitungen erneuert. Im weiteren Baubereich war das nicht nötig. Nach den Tiefbauarbeiten ging es dann an die Fahrbahnen, die abschnittsweise erneuert wurden. Die Fahrbahn der Dankwartstraße ist als Bestandteil des Sanierungsgebietes Altstadt mit Granitgroßpflaster befestigt worden. Alle anderen Oberflächen im Kreuzungsbereich sind wieder aus Asphalt.

Die früher vorhandene Verkehrsinsel an der Ecke Schweriner Straße/Dr.-Leber-Straße gibt es jetzt nicht mehr. Radwege-Anbindungen und Straßenbeleuchtungen wurden verbessert, im Kreuzungsbereich ein taktiles Blindenleitsystem installiert.

Auch in den Außenanlagen hat sich einiges getan: Neu entstandene Freiflächen sind mit Bäumen, Hecken und Sträuchern bepflanzt, Bänke, Abfallbehälter und Fahrradanlehnbügel neu angeordnet worden.

Die Autofahrer auf Wismars Straßen können allerdings nur einige Monate durchatmen, bis die nächste Baustelle kommt: Von Januar 2019 bis Ende 2020 ist mit einer Sperrung der Poeler Straße zu rechnen. Grund ist die geplante Unterführung, damit sich Bahn und Autos nicht mehr kreuzen (die OZ berichtete). Noch in diesem Jahr wird es bei dem Vorhaben der Deutschen Bahn zu zeitweiligen einspurigen Sperrungen in der Poeler Straße kommen, weil Leitungen im großen Stil neu verlegt werden.

Zudem soll im letzten Quartal dieses Jahres in Höhe der Brücke über den Wallensteingraben eine einspurige Ersatzbrücke geschaffen werden. Die Stadt will die verschlissene Brücke neu bauen lassen.

Bauzeit: 28 Monate

28 Monate hat es gedauert, die

Wismarer Kreuzung „Am Schweriner Tor“ zu erneuern. Die Schweriner Straße hieß früher „Vor dem Mecklenburger Tor“. Die Bezeichnung Schweriner Tor hat sich im Sprachgebrauch eingebürgert. Es gab weder ein

Tor mit dem Namen noch gibt es

heute eine solche Hausadresse.

Es ist mehr eine Richtungsangabe für den Weg von der Altstadt nach Schwerin.

Kerstin Schröder

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