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Wismarsche Straße: Bald nur noch 15 Minuten parken?

Grevesmühlen Wismarsche Straße: Bald nur noch 15 Minuten parken?

Weil sich der Umbau der Grevesmühlener Einkaufsstraße verzögert, gibt es nun Alternativvorschläge zum Thema Parken

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Die Wismarsche Straße in Grevesmühlen ist seit vielen Jahren Thema zahlreicher Diskussionen.

Quelle: Foto: Karl-Ernst Schmidt

Grevesmühlen. Mehr Kunden durch kürzere Parkzeiten in der Grevesmühlener Innenstadt? Das ist zumindest das Ziel des jüngsten Vorschlags zum Thema Brötchentaste in der Wismarschen Straße. So soll die Zeit für kostenfreies Parken mit der sogenannten Brötchentaste von 30 auf 15 Minuten reduziert werden. Der Vorschlag kommt aus der Arbeitsgruppe Wismarsche Straße, die sich seit Monaten mit der Verkehrssituation in der Innenstadt beschäftigt. Seit Jahren gibt es Streit um zu viele Fahrzeuge, zu kleine Gehwege und nicht nutzbare Radwege.

Gestern Abend beschäftigte sich der Hauptausschuss mit dem Thema, am Montagabend hatte Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler auf dem Innenstadttreffen den Gewerbetreibenden im Bürgerbahnhof den Vorschlag präsentiert – und skeptische Blicke geerntet. „Ob das überhaupt umgesetzt wird, was als Vorschlag aus der AG Wismarsche Straße von den dort vertretenen Gewerbetreibenden eingebracht wurde, werden die politischen Gremien erst noch ergebnisoffen beraten müssen“, betonte Prahler gestern.

Hintergrund des Vorschlags ist die Tatsache, dass Autobesitzer die Brötchentaste zum Dauerparken nutzen und alle halbe Stunde ein neues Ticket lösen. Was absurd klingt, ist in der Wismarschen Straße nach Angaben der AG durchaus an der Tagesordnung. „Durch die Reduzierung der freien Parkzeit wollen wir erreichen, dass die Dauerparker verschwinden“, berichtet Maik Faasch (CDU) aus der AG.

Ebenfalls im Gespräch sind Parkausweise für die Bewohner der Innenstadt, laut Stadtverwaltung sind das etwa 1000 Personen, von denen ein Großteil Autos besitzt und Parkplätze benötigt. Und die sind knapp im Zentrum. Deshalb gibt es inzwischen Überlegungen, zusätzliche Parkflächen in der Nähe des Zentrums zu schaffen, die unter anderem für Besucher und Anwohner zur Verfügung gestellt werden sollen. So prüft die Stadt derzeit die Anmietung von Flächen für diesen Zweck.

Wie notwendig ein Parkkonzept ist, das zeigt auch die Entwicklung in den kleinen Seitenstraßen von Grevesmühlen. Wie Lars Prahler mitteilte, sollen in absehbarer Zeit die Straßen südlich der Wismarschen Straße saniert werden. Dazu gehören unter anderem die Kirchstraße, die Neustadt und die Kleine Alleestraße. „Tatsache ist, dass wir, wenn wir die Gehwege verbreitern, auf jeden Fall weniger Parkflächen zur Verfügung haben werden“, so der Bürgermeister. „Und deshalb müssen wir uns Gedanken machen, wie wir Alternativen schaffen.“

Apropos Alternativen: Der Umbau der Wismarschen Straße, für den eigentlich die AG gegründet worden war, verzögert sich um mindestens zwei weitere Jahre. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll es einen Bürgerentscheid dazu geben. Derzeit gibt es einen Vorschlag, der einen Rückbau der Parktaschen auf der nördlichen Seite der Straße vorsieht und eine Verbreiterung des Gehweges. Dadurch soll die Einkaufsstraße für Fußgänger attraktiver werden. Eine Sperrung der Straße zugunsten einer Promenade war mehrheitlich von den Gewerbetreibenden abgelehnt worden.

Der Umbau auf der Nordseite der Straße ist jene Variante, die der Bauausschuss favorisiert. Da sich allerdings weder die Ausschüsse noch die Stadtvertretung beziehungsweise die Verwaltung in der Lage sehen, eine endgültige Entscheidung zu fällen, sollen nun die Wähler im Rahmen der Kommunalwahl im Jahr 2019 abstimmen, ob und wie die Wismarsche Straße umgebaut wird. Bis dahin, so Lars Prahler, werde man auch eine Planung vorlegen, die auch umgesetzt werden könne. Die Kommunalwahl ist für das Frühjahr 2019 angesetzt.

Michael Prochnow

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