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Wohnpark soll 2019 fertig sein

Grevesmühlen Wohnpark soll 2019 fertig sein

Im Zentrum Grevesmühlens entsteht Komplex mit 44 barrierefreien Wohnungen

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An Stelle des ehemaligen Diamant-Werkes, in dem zu DDR-Zeiten Bekleidung unter anderem für den Export in die BRD hergestellt wurde, entsteht derzeit ein Wohnkomplex, geplant sind 44 Wohnungen.

Quelle: Fotos: Maik Freitag (2), Michael Prochnow

Grevesmühlen. Die Planungen zogen sich über mehrere Jahre hin, seit anderthalb Jahren wird nun gebaut. Der Diamant-Wohnpark im Zentrum von Grevesmühlen soll in knapp einem Jahr fertig sein. Der Komplex beansprucht eine Fläche von 7700 Quadratmetern. Jetzt luden Bauherr Reinhold Dierks und Vertriebsleiter Thomas Göpfert zum Tag der offenen Tür ein. Doch die Veranstaltung begann für ein Dutzend Besucher aus Grevesmühlen und Umgebung wenig erfreulich. „Wir waren um Punkt 10 Uhr an der Baustelle, die war auch offen. Aber es war niemand da, der unsere Fragen beantworten konnte. Nach einer Viertelstunde sind wir dann gegangen“, sagte am Montag ein Leser am Telefon: „Wir hätten uns gern das Projekt angesehen. Aber ohne die Verantwortlichen macht das wenig Sinn.“

OZ-Bild

Im Zentrum Grevesmühlens entsteht Komplex mit 44 barrierefreien Wohnungen

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Die kamen offenbar etwas später. So wie der Großteil der Besucher. „Sich einen Rohbau anzuschauen, scheint eine magische Wirkung auf die Menschen zu haben. Sie schauen sich das einfach zu gerne an“, erklärte Thomas Göpfert. Er erklärte den zahlreichen Besuchern am Sonntag die Details und teilte Prospekte aus. Die Wohnungen sind 59 beziehungsweise 63 Quadratmeter groß und haben jeweils einen großen Balkon. Sie werden für einen Quadratmeterpreis von elf Euro vermietet oder für einen Preis zwischen 163000 bis 180000 Euro verkauft.

Ein Schnäppchen ist das nicht, die durchschnittliche Miete in Grevesmühlen liegt unter 6 Euro. „Ich kann mir vorstellen, dass hier in der Gegend elf Euro viel sind, aber die Wohnungen sind auf das Modernste eingerichtet und überzeugen mit geringen Nebenkosten“, warb der Vertriebsleiter. Immerhin entstehen genau vor den vier Wohnblöcken ein Tagespflege- und ein Vollzeitpflegekomplex. Da die Wohnungen vor allem für ältere Menschen gedacht sind, hätten sie hier die Möglichkeit, schnell und fachgerecht betreut zu werden, erklärte Göpfert. Für diese beiden Einrichtungen seien laut Göpfert bereits Betreiber gefunden. Thomas Moll vom Mecklenburger Pflegedienst übernimmt diese Aufgabe.

„Die Wohnungen werden hauptsächlich die Kinder für ihre Eltern kaufen und als Kapitalanlage sehen und sie dann weiter vermieten“, erklärte der Münchener.

Die Wohnanlage an der Karl-Marx-Straße solle älteren Menschen die Möglichkeit geben, so lange wie möglich alleine zu leben. Alle Wohnungen sind barrierefrei, rollstuhlgerecht hingegen ist keine der 44 Wohnungen. „Das unterscheiden wir. Leider sind rollstuhlgerechte Wohnungen nicht eingeplant“, sagte Thomas Göpfert. Nach einigen Bauverzögerungen sollen die ersten Wohnungen nun endgültig Anfang 2019 bezugsfertig sein. Derzeit arbeiten Elektriker, Trockenbauer und Betonfacharbeiter noch auf dem Komplex.

Der Bedarf an Wohnraum für Senioren ist groß. Aktuell hat die Stadt Grevesmühlen 10 500 Einwohner. Das ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zur Wendezeit, damals waren es mehr als 11000, aber eine stabile Zahl angesichts des teilweise drastischen Rückgangs in anderen Kommunen. Fast 3000 Einwohner sind älter als 65. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass sich Alten- und Pflegeheime in der Stadt befinden und barrierefreie Wohnungen derzeit Konjunktur haben. „Das ist eine Entwicklung, auf die wir reagieren müssen“, betonte Bürgermeister Lars Prahler vor wenigen Tagen.

„Die aber auch Chancen für uns bietet.“ Denn viele der Senioren engagierten sich ehrenamtlich.

Der Anteil der älteren Menschen wird laut offizieller Prognosen weiter steigen. Das bedeutet für die Stadt, dass sich Grevesmühlen auf diese Klientel noch stärker einstellen muss und wird. Laut Lars Prahler lege man bei den Projekten in der Stadt verstärkt Wert auf altersgerechte Strukturen. Ein Beispiel ist der Mehrgenerationenspielplatz auf der Bürgerwiese. Die Spielgeräte sind für Kinder und Jugendliche verschiedener Jahrgänge gedacht. Die Sitzgelegenheiten rund um den Spielplatz hingegen bieten nicht nur Platz für Eltern und Großeltern, sie sind so konzipiert, dass sich dort die Erwachsenen nicht nur ausruhen, sondern auch bewegen können.

Maik Freitag und Michael Prochnow

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