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Grevesmühlen Wolf umkreist Frauen bei Herrnburg: Backhaus will Abschuss prüfen
Mecklenburg Grevesmühlen Wolf umkreist Frauen bei Herrnburg: Backhaus will Abschuss prüfen
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20:44 05.04.2019
Ein Wolf hat sich bei Herrnburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) offenbar zwei Menschen auf wenige Meter genähert. (Symbolfoto) Quelle: Alexander Heinl / dpa
Herrnburg

Ein Wolf hat sich bei Herrnburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) offenbar zwei Menschen bis auf wenige Meter genähert. Wie Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag im Gespräch mit der OZ mitteilte, seien zwei Frauen dem Tier am Donnerstag in einem Wald in der Grenzregion zu Schleswig-Holstein begegnet. Der Wolf sei auf fünf Meter herangekommen und habe die beiden Frauen umkreist. Dann sei er verschwunden. Die Frauen blieben unverletzt.

Der Vorfall sei sofort gemeldet worden. „Wir sind in Kontakt mit den betroffenen Frauen“, so der Minister weiter. Die ersten Hinweise deuteten darauf hin, dass es sich um ein junges Tier handele.

Backhaus will Abschuss prüfen

„Wir prüfen jetzt intensiv, ob der Wolf geschossen werden muss“, sagte Backhaus. Bereits am Mittwoch soll es einen Zwischenfall auf der anderen Seite der Grenze gegeben haben. Eine Lübeckerin meldete sich bei der Polizei, weil sie bei Eichholz einen Wolf gesehen haben will. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, ist unklar. Möglicherweise pendelt das Raubtier zwischen beiden Bundesländern. In der Vergangenheit gab es in und um Lübeck häufiger Wolfssichtungen.

Backhaus spekulierte, dass der Wolf womöglich ursprünglich aus dem niedersächsischen Munster kommt. Auf dem dortigen Truppenübungsplatz der Bundeswehr in der Lüneburger Heide sollen Wölfe angefüttert worden sein. „Dass sich der Wolf den Frauen so dicht genähert hat, könnte ein Hinweis darauf sein“, so Backhaus.

MV strebt eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes auf Bundesratsebene an, damit das bisher geschützte Tier geschossen werden darf. „Wir haben gegenwärtig keine rechtssichere Entnahmemöglichkeit. Ich hoffe, dass wir eine Mehrheit in der Länderkammer bekommen“, sagte Backhaus.

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Martina Rathke/Robert Berlin

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