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Grevesmühlen Zehn Menschen starben 2012 auf den Straßen im Landkreis
Mecklenburg Grevesmühlen Zehn Menschen starben 2012 auf den Straßen im Landkreis
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04:56 20.04.2013
September 2012: Zun�chst war auf der Fahrbahn der A 20 Richtung L�beck ein mit Holz beladener Sattelzug mit einem Personenwagen zusammengesto�en. Wenig sp�ter verungl�ckten auf der Gegenfahrbahn in Richtung Wismar zwei Lastwagen. Quelle: Karl Ernst Schmidt

Auf den Straßen des Landkreises Nordwestmecklenburg verloren im vergangen Jahr zehn Menschen ihr Leben. 2011 waren es neun Tote. Insgesamt ereigneten sich 5261 Verkehrsunfälle, bei denen sich 711 Personen verletzten. Diese schreckliche Bilanz zog gestern Dr. Michael Peters, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Wismar. Dennoch seien die Unfallzahlen im Landkreis insgesamt rückläufig.

Besonders häufig krachte es auf der Bundesstraße 106 bei Bad Kleinen. Die Ampelkreuzung an der Landesstraße 31 ist ein Unfallschwerpunkt geblieben.

Bundes- und Landesstraßen sind besonders gefährdete Strecken. Aber auch die Abfahrt von der Autobahn 20 bei Schönberg aus Richtung Wismar kommend wurde als eine Hauptunfallstelle bereits am Donnerstag in der Frühjahrssitzung der Unfallkommission des Landkreises Nordwestmecklenburg erneut diskutiert.

Wie Henry Herrmann, Sachbearbeiter Verkehr bei der PI Wismar, mitteilte, sollen an der A 20 die Fahrbahnmarkierungen erneuert werden, da diese vor allem bei Dunkelheit schlecht zu sehen seien.

In Wismar nahm die Unfallkommission sechs Unfallhäufungsstellen in den Fokus: die Einmündung Bürgermeister-Haupt-Straße/Schweriner Straße, die Kreuzung Lübsche Straße/Philipp-Müller-Straße, die Bereiche Schweriner Straße/Dr.-Leber-Straße, Poeler Straße/Wasserstraße, die Einmündung Lübsche Straße/Holzdamm sowie die Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße/Katja-Niederkirchner-Straße.

In der Statistik machen die Zusammenstöße mit nur verhältnismäßig kleinerem Sachschaden fast 87 Prozent aus. „Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Parkplatzunfälle, die gerade in Wismar einen hohen Anteil einnehmen“, so Peters.

Hauptunfallursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit (284 Unfälle) sowie die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes (272 Fälle). In diesem Jahr führen die Beamten deshalb verstärkt Tempokontrollen durch. Diese finden im Rahmen des normalen Streifendienstes statt.

Bei den Verursachern ist die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen kreisweit überproportional bei den Unfällen mit verletzten Personen vertreten. Die Polizei möchte dem auch weiterhin mit verstärkter Überwachung entgegentreten. Bei 5080 Verkehrskontrollen hielten sie im Vorjahr fast 620 000 Fahrzeuge an. Sowohl die Zahl der Verwarngelder als auch der Bußgeldanzeigen ist gestiegen, letztere sogar auf fast das Doppelte. Wenn auch Alkohol in der Rangfolge der häufigsten Unfallursachen nur Platz sechs einnimmt, widmen sich die Beamten diesem Feld ebenfalls verstärkt. „Hier ist die hohe Dunkelziffer zu berücksichtigen. Auf jede entdeckte Alkoholfahrt kommen bis zu 1400 unentdeckte“, machte der Polizeichef deutlich. „Bei Drogen gehen wir von den gleichen Zahlen aus“, ergänzte er.

Sowohl die gezielten Schulungen der Mitarbeiter, die Anzeichen für Drogenkonsum nunmehr besser erkennen können, sowie die Entwicklung von Drogen-Vortests haben dazu beigetragen, dass es im ersten Quartal 2013 bereits so viele Drogenfeststellungen wie im ganzen vorigen Jahr gegeben habe.

Ulrike Oehlers

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