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Grevesmühlen Zeugen nach Unfall im Bus gesucht
Mecklenburg Grevesmühlen Zeugen nach Unfall im Bus gesucht
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00:00 28.06.2016

Michael Brandt sucht nach einem Unfall in Wismar Zeugen. Seine 80 Jahre alte Mutter habe sich bei einem Sturz im Bus der Linie 2 die Hand und den Unterarm gebrochen. Brandt hatte sich nach eigener Aussage noch am selben Abend mit einer E-Mail an Nahbus gewandt, um den Unfall zu melden und das weitere Vorgehen zu besprechen. Mittlerweile aber sprechen nur noch die Anwälte beider Parteien miteinander.

Auf OZ-Nachfrage teilte Nahbus-Chef Jörg Lettau mit: Nach einer Befragung der Busfahrer habe sich herausgestellt, dass sich das Fahrverhalten so nicht gezeigt habe. Zudem gebe es keine Hinweise, dass sich der Unfall so zugetragen hat, wie Michael Brandt es – zunächst in seiner E-Mail, dann am Telefon – beschrieben hatte. Demnach wartete seine gehbehinderte Mutter am 9. Juni gegen 15 Uhr an der Haltestelle Baumweg in Wismar-Süd auf den Bus der Linie 2, um damit ins Krankenhaus zu fahren und ihren Mann zu besuchen. Mit ihr eingestiegen sei ein Ehepaar. Der Bus sei mit Verspätung am Baumweg eingetroffen, der Fahrer habe die Leute gebeten, schnell einzusteigen. Seine Mutter habe noch im Gang gestanden, als der Bus losfuhr. Christel Brandt konnte sich nicht halten und stürzte. Der Busfahrer habe überhaupt nicht reagiert, sagt Michael Brandt im Gespräch mit der OZ. Seine Mutter sei am Krankenhaus ausgestiegen und auf die Station gegangen, auf der ihr Mann liegt. Dort hätten die Krankenschwestern die 80-Jährige sofort in die Notfallambulanz gebracht. Nach Aussage des Krankenhauses kam Christel Brandt dort gegen 15.45 Uhr an.

Der verantwortliche Arzt schreibt in seinem Bericht: „Die Patientin ist beim Anfahren im Bus auf die linke Hand gefallen.“ Aufgeführt sind die Diagnosen: Handwurzelknochen und Speiche im Unterarm gebrochen. Die notwendige Operation hat Christel Brandt schon hinter sich. Doch die Aufarbeitung des Unfalls dauert an. Michael Brandt hat inzwischen Anzeige erstattet – wegen fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung. Die Ermittlungen laufen, bestätigte eine Polizeisprecherin.

Bei Nahbus seien die betriebsinternen Ermittlungen ohne Ergebnis geblieben, liest Michael Brandt ein Schreiben der Anwälte vor. Nicht einmal eine Verbindung zwischen dem Unfallbus und dem Unternehmen Nahbus sei festzustellen. Es müsse also bezweifelt werden, dass der Unfall Nahbus zuzuordnen ist. Dass auf der Linie 2 nur Busse von Nahbus unterwegs sind, spielt offenbar keine Rolle. Michael Brandt müsse beweisen, dass seine Mutter in einem Nahbus gesessen habe. Auf die Frage, welche Busse Nahbus auf der Linie 2 einsetze, blieb Nahbus-Chef Lettau eine Antwort schuldig.

Michael Brandt ist enttäuscht vom Verhalten des Unternehmens. Er hofft nun auf Zeugen. „Vielleicht meldet sich das Ehepaar, das am Baumweg mit einer Mutter eingestiegen ist, bei der Polizei.“

Nicole Buchmann

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