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Grevesmühlen Zum ersten, zum zweiten und . . . verkauft!
Mecklenburg Grevesmühlen Zum ersten, zum zweiten und . . . verkauft!
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00:01 29.11.2017
Brigitte Neugebauer-Winkler mit dem Werk „Das Schlitzohr“ von Hans W. Scheibner. Quelle: Fotos:nicole Hollatz
Wismar

„Letztes Jahr hatten wir über 15000 Euro erzielt, das war ein Rekord und ist nun das Ziel“, schmunzelt Brigitte Neugebauer-Winkler von der Gemeinschaft Wismarer Künstler und Kunstfreunde e.V. Sie wirbt für die insgesamt 60 Kunstwerke, die am 1. Dezember unter den symbolischen Hammer kommen. Die Auktion am Jahresende ist Tradition und lockt immer mehr Kunstinteressierte in die Gerichtslaube.

Große Wismarer Kunstauktion am 1. Dezember in der Gerichtslaube

Die Hoffnung der engagierten Kunstliebhaberin: Das mehr und mehr auch die Wismarer Unternehmer den Kunstmarkt der Region für sich und ihre Büros entdecken. Der Bürgermeister hat im Vorfeld mitgeholfen, hat zusammen mit dem Verein mehr als 100 persönliche Einladungen an eben diese Firmenchefs, Entscheider und Selbstständige verschickt. Unter anderem auch an die Wismarer Werft. „Das wäre was, Wismarer Kunst an den Wänden der neuen Wismarer Kreuzfahrtschiffe“, hofft Brigitte Neugebauer-Winkler.

Regulär sollen 59 Werke an diesem Abend versteigert werden, die Einstiegsgebote sind vergleichsweise niedrig angesetzt. Hier eine Auswahl der zu erwerbenden Stücke: Einen Ring von Andrea Wippermann aus emaliertem Stahl für 80 Euro, ein Herbstbild von Karin Zimmermann für 345 Euro, großformatige Prägedrucke von TO Helbig für 240 Euro, die Stover Mühle vom verstorbenen Rolf Möller für 250

Euro, ein Fährbild von ihm für 120 Euro. „Ein Sammler hat sich von zwei Werken getrennt“, macht Brigitte Neugebauer-Winkler darauf aufmerksam, dass es derzeit kaum Bilder des beliebten Malers auf dem Kunstmarkt gibt. Auch zwei Werke der verstorbenen Wismarer Künstlerin Angelika John werden versteigert. Dazu Neuentdeckungen der Galerie wie Lena Biesalski. Die Künstlerin, Jahrgang 1984, ist jüngstes Mitglied im Verein und hat keramische Skulpturen mitgebracht.

Und altbekannte Größen wie Rainer Kessel werden vertreten sein. Seine „Kleine Athene“ – eine Bronze auf Marmorsockel – hat 1950 Euro als Einstiegsgebot.

Etwas Besonderes haben die Künstler des Vereins sich in diesem Jahr ausgedacht. Holzbildhauer Horst Wendt hat Holzkörper als Rohlinge für seine Künstlerkollegen gestaltet. 13 Stück, die von 13

verschiedenen Künstlern vollendet und interpretiert wurden. Bernadette Maria Roolf lässt das Holz dank Farbe wie eine Keramik aussehen, Hans W. Scheibner stellte aus dem Block einen barbusigen, fliegenden Engel mit einer Spur Kritik her. Vier der Figuren werden bei der Auktion natürlich auch versteigert.

Viel mehr und sehr viel deutlichere Kritik äußert Scheibner mit seinem Werk „Das Schlitzohr“. Das Gemälde kommt bei der amerikanischen Auktion für den guten Zweck unter den Hammer. Er hat Gerhard Richter porträtiert, den berühmtesten (und teuersten) lebenden deutschen Künstler, der inzwischen Assistenten für die grundlegenden Arbeiten an jedem Bild hat.

Die amerikanische Auktion wird Bürgermeister Thomas Beyer durchführen, Auktionator für den Rest des Abends ist Christoph Wohlleben.

Bilder schon jetzt ausgestellt

Einlass am 1. Dezember in der

Wismarer Gerichtslaube ist ab

18 Uhr. Das kunstvolle Buffett wird um 19 Uhr eröffnet. Um 19.30 Uhr

beginnt die Versteigerung.

Eintrittskarten zum Preis von 17 Euro gibt es in der Galerie Hinter dem Rathaus, Hinter dem Rathaus 8. Erreichbar ist die Galerie unter

☎ 03841 / 22 60 62.

Noch bis Freitag sind die Werke

in der Gerichtslaube im Wismarer Rathaus zu sehen, sodass

Interessierte schauen können,

ob etwas Passendes dabei ist.

Nicole Hollatz

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