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Siegfried Lubrecht lebte bereits als Flüchtlingskind in Roggenstorf / 1998 kam er aus Köln wieder

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Haus der Familie Lubrecht im Roggenstorfer Hafweg.

Roggenstorf Das Haus der Familie Lubrecht im Hafweg steht erst seit 1999. Die Lubrechts sind aus Köln gekommen – Siegfried Lubrecht (77) und seine Frau Inge (71). Inge Lubrecht ist gebürtige Kölnerin, auch die beiden Söhne des Paares sind dort geboren. Siegfried Lubrecht wurde in Groß-Born im ehemaligen Kreis Neustettin in Pommern geboren. Die Flucht mit Mutter und vier Geschwistern hat ihn 1948 zum ersten Mal nach Roggenstorf geführt. „Ich habe Roggenstorf viel zu verdanken“, sagt er. Als die Mutter starb und der Vater noch nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, nahm sich der damalige Roggenstorfer Bürgermeister Kaufmann der Halbwaisen an. „Er sorgte dafür, dass jeweils einer von uns von einer Roggenstorfer Bauernfamilie beköstigt wurde, wir Geschwister aber ansonsten zusammenbleiben konnten“, erzählt Lubrecht. Auf diese Weise konnte der Vater 1951 all seine Kinder wiederfinden. Er nahm sich eine neue Frau und zog mit ihr, den fünf eigenen und den drei Kindern der Frau plus ein baldig kommendes gemeinsames Kind – insgesamt neun Kinder – ins Roggenstorfer Pfarrhaus. Siegfried Lubrecht verließ die DDR im Jahr 1961. Dass es ihn samt seiner Frau – und auch Sohn Stephan (48) – wieder nach Roggenstorf gezogen hat, sagt Siegfried Lubrecht „ist nur natürlich. Wir fühlen uns hier zu Hause“

Auch zu DDR-Zeiten waren die Kölner oft in Nordwestmecklenburg zu Besuch, um Siegfried Lubrechts Geschwister zu besuchen. „Inzwischen“, sagt er traurig, „sind die meisten tot.“ Fünf Jahre (2009 bis 2014) lang engagierte sich Siegfried Lubrecht als Bürgermeister in Roggenstorf – in seiner Amtszeit wurde unter anderem das Wappen der Gemeinde entworfen und eingeführt. Inge Lubrecht malt und schreibt Bücher. Eine Ausstellung ihrer Bilder wird demnächst erneut in der nordrhein-westfälischen Stadt Niederkassel eröffnet. Auf Facebook findet man ihre Werke unter ihrem Namen.

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