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Grevesmühlen Zusammen gärtnern immer beliebter
Mecklenburg Grevesmühlen Zusammen gärtnern immer beliebter
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00:05 09.05.2017
Mitglieder des Vereins „Gemeinsam gärtnern“ besprechen künftige Aktionen. Essen bereiten sie mit selbst geerntetem Gemüse zu. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Auf dem Eschenhof in Groß Rünz, immer am Mittwoch um 11.30 Uhr: Rund um die Zutaten fürs Mittagessen versammeln sich Mitglieder des Vereins „Gemeinsam gärtnern“. Sie besprechen, was in ihrer Gemeinschaft als Nächstes anliegt. Zum Schluss verrät die Vorsitzende Nicole Bowe eine Neuigkeit, die hier viele lächeln lässt: „Wir sind jetzt 46

Fingerzeig auf die Gundelrebe, eine Heilpflanze, die auch auf dem Eschenhof wächst. Dort wird es ab kommenden Sonnabend Kräutertage geben.
„„Es ist fantastisch, dass sich das ge- meinsame Gärtnern so gut entwickelt hat.“Nicole Bowe (45), Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam gärtnern“

Mitgliedschaften.“ Mitgliedschaften, das können Familien, Paare, Wohngemeinschaften und Singles sein. Die 46 bedeuten: In einem Jahr hat der Verein gut 50 Prozent an Mitgliedern hinzugewonnen. Sie kommen immer wieder aus Nordwestmecklenburg, dem Kreis Herzogtum Lauenburg und Lübeck, um auf dem Eschenhof ihrer Freude an der Gartenarbeit nachzugehen, Neues zu lernen, frisches Bio-Gemüse zu verspeisen, Menschen zu treffen und eine Gemeinschaft zu pflegen, die offen ist für weitere Mitgliedschaften.

„Es ist fantastisch, dass sich das gemeinsame Gärtnern so gut entwickelt hat. Es zeigt, dass wir mit der Idee ins Schwarze getroffen haben“, sagt Nicole Bowe. Die Vorsitzende erklärt: „Heute profitiert der Verein davon, dass viele verschiedene Menschen zusammenkommen.“ Viele verschiedene Menschen, das bedeutet viele Anregungen und Ideen.

Mittlerweile sind zahlreiche Mitglieder so weit, dass sie nicht nur von der ausgebildeten Gärtnerin Marie Runge lernen können, sondern auch untereinander Wissen und Erfahrungen weitergeben.

„Vorkenntnisse sind nicht notwendig“, erläutert Marie Runge. Willkommen sind neben der Freude an der Gartenarbeit auch die Lust auf selbst herangezogenes Gemüse, das, so versichern viele auf dem Eschenhof, frisch, hochwertig und geschmacksintensiv ist.

Die Mitglieder legen sich auf eine Stundenzahl fest und werden dafür an der Ernte beteiligt. Bald wollen sie einen Ofen anschaffen, um regelmäßig Brot zu backen. Im Vordergrund steht aber weiter das Gärtnern. „Die Anzucht ist schon voll im Gange“, sagt Astrid Schröder. Die ausgebildete Heilpraktikerin und Pflanzenheilkundlerin leitet ab kommenden Sonnabend bis 23. September vier Kräuterseminare, die der Verein auf dem Eschenhof anbietet.

„Raus aus dem Wintergilb, ran an die Salatschüssel“: Unter dieses Motto stellt die Fachfrau den ersten Termin, 13. Mai von 11 bis 14 Uhr. Beginnen wird sie mit einer kleinen Folge von Yoga- und Atemübungen. Danach heißt es: „Wir wollen den Wintergilb aus unseren Zellen vertreiben, uns an der Salatschüssel laben und uns mit grünen oder roten Drinks erfrischen.“ Am 10. Juni folgt das Seminar „Kräuter von ihrer besten Seite“. Der 1. Juli ist auf dem Eschenhof ein „Tag, um tiefer einzusteigen in die Geheimnisse und Dunkelkammern der Pflanzenwelt“. Märchenhaftes und Zauberhaftes, grundzufrieden Sättingendes und köstliche Geschmackshöhen biete die Familie der Nachtschattengewächse. Am 23. September geht es darum, schmackhaften Ersatzkaffee zuzubereiten und zu genießen. Die Teilnehmer zahlen 25 Euro pro Kräutertag.

Anmeldung für Kräuterseminare auf dem Eschenhof: ☎ 038873 / 33761,

E-Mail praxis@astridschroeder.de

Jürgen Lenz

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