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Zwergpony Locke bekommt zweites Leben

Wismar Zwergpony Locke bekommt zweites Leben

Präparator Klaus-Dieter Jost arbeitet an dem verstorbenen Vierbeiner aus dem Tierpark Wismar.

Wismar. Anfang August wurde Zwergponyfohlen „Locke“ wahrscheinlich von Tierparkbesuchern unabsichtlich zu Tode gefüttert. Mittlerweile hat Tierpräparator Klaus-Dieter Jost das verstorbene Pony in seiner Werkstatt. Aus dem Tierpark hat er das verstorbene Fohlen bekommen, tiefgekühlt — um es in den nächsten Wochen präparieren zu können. Dem nicht mal vier Monate alte Fohlen wurde, so die Vermutung des Tierparks, von Besuchern mitgebrachtes Brot zum Verhängnis.

Beim Tierpräparator soll das arme Wesen nun ein zweites Leben bekommen. „Das ist eine Herausforderung“, so Tierpräparator Jost dankbar. Er macht Fotos von den vielen Details und vermisst das Tier als Vorbereitung auf das, was danach mit dem Körper geschieht. „Ich setze Schnitte und ziehe vorsichtig das Fell ab“, erklärt er. Was anderen den Magen hebt, ist sein tägliches Geschäft.

Seit 1976 ist er Präparator, hat erst Polsterer gelernt und ist über seine Liebe zur Ornithologie und der Erwachsenenqualifizierung zu DDR-Zeiten zur Ausbildung gekommen, hat danach studiert und sogar seinen Ingenieur als Präparator gemacht. Seit Mai ist er in Wismar in der Weberstraße ansässig, hat dort seine Werkstatt für Tierpräparation, Jagdtrophäen und Figurenbau, dazu die „Zoologie-Galerie“ mit Kunst und Handwerk. „So ein Zwergpony ist nichts alltägliches als Präparator“, erklärt Jost. „Einen Rehbock oder ein Wildschwein kann man nach ein paar Jahren fast mit geschlossenen Augen machen“, lacht er. Denn das haltbar gemachte Fell wird über den modellierten Kunststoffkörper gespannt, so dass das Präparat möglichst natürlich aussieht. „Schon diese kleinen Ohren beim Fohlen“, macht Klaus-Dieter Jost auf die vielen Details aufmerksam, die das Wesen des Ponys ausmach(t)en. Einen Monat wird es dauern, bis das Pony in der Ausstellung gezeigt werden kann.

„Die Kinder vermissen das Zwergpony, aber bald werden sie es ja wieder sehen können“, so Michael Werner.

Jost möchte mit der Arbeit bei einem Präparationswettbewerb mitmachen. Derzeit hat er einiges zu tun — ein Jäger hat einen Waschbär in Auftrag gegeben, das Landesamt für Umwelt und Naturschutz hat bei ihm Eier — natürlich nachgebildete — von heimischen Vögeln bestellt. Für ein Wissensquiz für Kinder.

 

Nicole Hollatz

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