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Grevesmühlen Botschaft an meine Enkel
Mecklenburg Grevesmühlen Botschaft an meine Enkel
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12:58 16.01.2019
Gemüsekisten für die ständigen Abnehmer vom Hof Lebendiger Landbau in Boienhagen. (Solidarische Landwirtschaft in Nordwestmecklenburg) Quelle: Laura Koch
Upahl/Boienhagen

Meine Entscheidung ist gefallen: Ich werde Teil des Bauernhof-Projekts, das die jungen, studierten Nachhaltigkeitsexperten Laura Koch, Johannes Walzer und Lennard Berger auf ihrem Kirchen-Pachthof in Boienhagen im vergangenen Jahr gestartet haben – Solidarische Landwirtschaft. Oder wie die Drei es inzwischen offiziell nennen: Lebendiger Landbau.

Ein Experiment, auf dessen Verlauf ich gespannt bin. Vertraglich verpflichtet habe ich mich zunächst für eine Anbau-Saison. Von April 2019 bis Januar 2020 werde ich monatlich insgesamt 93,50 Euro zahlen und dafür pro Woche eine Kiste mit saisonalem, in Boienhagen nach Bio-Standards erzeugtem Obst, Gemüse und Eiern erhalten.

Nicht erst seit der Botschaft meines Lieblingsastronauten Alexander Gerst an seine Enkel, Ende vergangenen Jahres aus dem All, denke ich darüber nach, was ich noch tun könnte, um Teil des Wandels zu sein, den ich mir, genau wie Gerst, für mich, für unsere Gesellschaft und den Planeten wünsche.

Problem ist –, ich steh nicht so auf Ideologien, finde manche „Ökos“ genauso „aggro“ und unangenehm, wie jene, denen Umwelt und Nachfahren so was von egal ist. Es geht mir nicht darum, mich moralisch besser zu fühlen, ich will etwas tun, was zum einen wirklich Sinn für mich und die Gemeinschaft macht und zum anderen – und das ist mir sehr wichtig – Freude und Befriedigung bringt. Nicht zuletzt wird schließlich auch all das an Gemüse und Obst zu verarbeiten sein, was da so kommt.

Wie Laura Koch auf der Info-Veranstaltung im Upahler Gemeindehaus – vor erfreulicherweise ziemlich vollem Saal (um die 60 Leute, von jung bis älter, von Singles bis Familien) – sagte: „Es geht hier um mehr als das: wir produzieren, ihr nehmt ab. Es wäre schön, wenn wir auch noch auf anderen Feldern kommunizieren und voneinander profitieren könnten.“ Also doch Ideologie-Gefahr? Hippie-Ideologie?

Nach der Veranstaltung kamen viele Interessenten, um sich noch einmal persönlich mit den Jungbauern und Initiatoren des Projektes Lebendiger Landbau in Boienhagen - Laura Koch und Johannes Walzer, rechts im Bild - zu unterhalten. Quelle: Annett Meinke

Wenn man Koch, Walzer und Berger glaubt, dann geht es nicht darum. Alles ist freiwillig – nichts muss. Wer nur zahlen und nur abnehmen will, kein Problem. Wenn dann also in einer Rundmail an alle Abnehmer steht: „Es sind so viele Bohnen da, kann uns Jemand ernten helfen?“ – dann gibt es keine moralische Verpflichtung beim Ernten zu helfen. Aber vielleicht macht es Spaß am Wochenende nach Boienhagen zu fahren und für ein paar Stunden gemeinsam mit anderen Bohnen zu ernten. Ich werde berichten.

Ach ja – und auf das gemeinsam Feiern bin ich auch gespannt, denn Hof-Feste mit Band und Tanz werden im Sommer natürlich auch stattfinden. Da kann dann auch jeder vorbeischauen, der nicht zum Abnehmerkreis gehört – und sich den Hof mal anschauen.

Annett Meinke

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