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Grevesmühlen Löschwasser-Notstand in Strohkirchen
Mecklenburg Grevesmühlen Löschwasser-Notstand in Strohkirchen
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14:09 28.11.2018
Der Löschteich in Strohkirchen - nach dem trockenen Supersommer 2018. Jetzt wäre Ausbaggern ohne Probleme möglich – wenn die Untere Naturschutzbehörde mitspielt. Quelle: Annett Meinke
Bernstorf/Strohkirchen

Genügend Löschwasser bereitzustellen, damit haben viele Gemeinden in Nordwestmecklenburg ernsthafte Probleme – nicht erst seit dem heißen und langen Sommer in diesem Jahr. Viele Teiche sind nicht tief genug, müssen dringend ausgebaggert werden. Was das angeht, könnte sich der vergangene Super-Sommer nun sogar als förderlich erweisen. Denn da viele Löschwasserteiche momentan fast ausgetrocknet sind – so wie in Strohkirchen (siehe Foto) –, könnte jetzt kostengünstig ausgebaggert werden.

Genauso dachten sich das Günter Cords, Bürgermeister der Gemeinde Bernstorf, und die Gemeindevertreter. „Wir befinden uns schließlich in der Haushaltssicherung, müssen also sparen, wo es nur geht. Wenn wir jetzt loslegen, kostet der ganze Spaß uns nur die Hälfte.“ Doch einen Löschteich eben so mal ausbaggern – kostengünstig hin oder her – Fehlanzeige.

Das Amt Grevesmühlen Land informierte die Gemeindevertretung darüber, dass ein Antrag auf eine Sondergenehmigung an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises gestellt werden muss. Es geht dabei vor allen Dingen um den Artenschutz von Fröschen und Lurchen. „Das Ausbaggern von Teichen ist normalerweise nur von August bis Oktober zulässig“, erklärte Regina Hacker, Pressesprecherin der Stadt Grevesmühlen.

Günter Cords, Bürgermeister von Bernstorf. Quelle: Annett Meinke

Die Gemeindevertreter von Bernstorf sprachen sich einstimmig für so eine Antragstellung aus. „Ich hoffe natürlich, dass das Menschen Wohl nicht hinter dem der Frösche und Lurche zurücksteht.“, meinte Bürgermeister Cords. „Auch wenn wir in unserer Gemeinde komplett damit einverstanden sind, dass die Untere Naturschutzbehörde für den Erhalt unserer Natur sorgt, denn die Natur ist auch uns sehr kostbar – dennoch, wir brauchen für den Ernstfall eines Feuers in der Gemeinde ausreichend Löschwasser. Es geht um Menschenleben. Jetzt ist die Chance, in Strohkirchen in Sachen Löschwasser-Bereitstellung etwas Nachhaltiges kostengünstig zu unternehmen. Hoffentlich reagiert die Behörde schnell und wir erhalten eine Sondergenehmigung bald, noch bevor es friert.“

Annett Meinke

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