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75 Asylbewerber nach Jördenstorf

Jördenstorf 75 Asylbewerber nach Jördenstorf

Der Landkreis Rostock muss zusätzliche Plätze schaffen.

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In Jördenstorf wird derzeit eine Unterbringung für 75 Personen saniert. Ende des Jahres ziehen die Flüchtlinge ein.

Quelle: Mathias Otto

Jördenstorf. Der Landkreis Rostock muss sich um neue Unterkunftsmöglichkeiten für Asylbewerber kümmern. Allein in diesem Jahr soll er rund 480 Menschen aufnehmen. „Der Landkreis Rostock wird deshalb den leer stehenden Teil des Wohnheims an der Berufsschule Jördenstorf wieder zur Unterbringung ausländischer Flüchtlinge in Betrieb nehmen“, erklärt Kreissprecher Kay-Uwe Neumann. Am gleichen Standort gab es zwischen 1995 und 2008 eine ähnliche Nutzung. Geplant sei eine Unterbringung von etwa 75 Personen, die in Deutschland um Asyl gebeten haben. „Die Fertigstellung der vorhandenen Räumlichkeiten ist für das vierte Quartal 2014 vorgesehen“, erklärt Neumann. Die Gemeinde sowie die Amtsverwaltung sei über den Sachverhalt informiert. Das Ministerium als zuständige Aufsichtsbehörde hat bereits die Zustimmung erteilt.

Abzüglich der Personen, die in diesem Ort unterkommen, bleiben fast 400 Plätze übrig, die der Kreis auf die einzelnen Gemeinden verteilen muss. „Dafür wurden bereits in den letzten zwei Jahren drei neue Gemeinschaftsunterkünfte eingerichtet und zahlreiche Wohnungen angemietet“, erklärt Neumann. Es bestehe aber weiter dringender Handlungsbedarf. Mit 412 Plätzen gelangen die vier Gemeinschaftsunterkünfte in Güstrow und Bad Doberan an ihre Belastungsgrenzen. Derzeit wohnen dort 332 Personen, die vorrangig aus Mauretanien, Eritrea, Syrien, Serbien und aus Russland stammen.

„Durch den Kreis wurden darüber hinaus neun Wohnungen in Groß Lüsewitz für Familien angemietet“, sagt Landrat Sebastian Constien (SPD), der davon ausgeht, dass sich der Kreis auf eine höhere Zahl einstellen muss. Vor größeren Zuweisungen in den einzelnen Orten des Landkreises soll es jedoch Informationsveranstaltungen und Einwohnerversammlungen geben. Eine Gefährdung der Sicherheit für Bürger und Asylbewerber sieht der Landrat mit der erhöhten Aufnahmezahl nicht. Der Kreis stehe in engem Kontakt mit den zuständigen Polizeiinspektionen. „Die Polizisten wurden von Beginn an bei der Planung neuer Unterbringungsmöglichkeiten einbezogen und auch über Zuweisungen und Prognosen informiert.“ Vermehrt sei die Polizei laut Constien aber nicht im Einsatz. „Der Anteil begangener Straftaten durch Ausländer gegenüber deutschen Staatsangehörigen ist prozentual nicht höher als umgekehrt.“ Es seien keine Häufungen von Straftaten vor allem an den Standorten der Gemeinschaftsunterkünfte erkennbar.

 



Mathias Otto

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