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Güstrow Altertumsverein verschenkt Gemälde
Mecklenburg Güstrow Altertumsverein verschenkt Gemälde
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02:35 05.09.2014
Ingbert Gans (v. l.), Iris Brüdgam und Ingrid Wolter zeigen das 1924 entstandene Werk des Malers Heinrich Wilke. Quelle: Mathias Otto
Güstrow

Erfreuliche Nachrichten für das Güstrower Stadtmuseum: Die Sammlung der Werke des Güstrower Malers Heinrich Wilke (1869 bis 1952) wurde um ein Exemplar erweitert. Jahrelang war ein Mädchenportraits im Privatbesitz von Ingrid Wolter (77). Der Güstrower Altertumsverein hat der Frau dieses Werk nun abgekauft und dem Museum geschenkt. Zu verdanken ist diese Aktion Ingbert Gans, Beiratsmitglied des Vereins. Zum 70. Geburtstag verzichtete er auf Geschenke und sammelte Geld, das er für den Ankauf verwendete.

Ingrid Wolter kannte den Maler noch zu Lebzeiten. Ihr hatte er ein Bild von einem Mädchen, der Tochter von Wilkes Haushälterin, geschenkt. „Ich bin der Meinung, jetzt ist es im Museum besser aufgehoben“, erklärt sie. Museums-Mitarbeiterin Iris Brüdgam zeigte sich begeistert über das geschenkte Bild. „Im Museum sind bereits 28 Werke des Malers zu sehen, jetzt kommt Nummer 29. Drei Jahrzehnte lang war der Künstler in der Stadt tätig. Im Museum hat er in der Sammlung Güstrower Maler einen festen Platz“, sagt sie.

1917 führte Heinrich Wilke eine Auftragsarbeit zum ersten Mal nach Güstrow. 1921 ließ sich der gebürtige Berliner ganz in der Stadt nieder. Anlass für die Übersiedlung nach Güstrow war neben der besseren Nahrungsversorgung die gute Auftragslage. Wilke avancierte zum begehrten Porträtmaler. Neben Bildnissen schuf er eine Anzahl qualitativer Landschaftsbilder seiner Wahlheimat.



mo