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Güstrow Dialyse-Filter für China: In Laage entsteht neues Werk
Mecklenburg Güstrow Dialyse-Filter für China: In Laage entsteht neues Werk
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04:32 24.05.2018
Rund 20 Zentimeter lang sind die Dialysefilter, die in einem Werk in Laage (Landkreis Rostock) entstehen sollen. In den Filtern befinden sich Bündel mit haardünnen Hohlfasermembranen, produziert von der Clearum GmbH Poppendorf bei Rostock. Quelle: Ehlers Elke
Laage

Ein deutsch-chinesisches Gemeinschaftsunternehmen startet in Laage bei Rostock mit einem Werk für Dialysefilter. Hinter dem Joint Venture stehen drei Unternehmer aus Mecklenburg-Vorpommern sowie der börsennotierte chinesische Medizintechnikhersteller Biolight. Im ersten Abschnitt sollen in Laage zwölf Millionen Euro investiert werden, informiert Torsten Klein, Chef der Med-Tec Holding Poppendorf (Landkreis Rostock), die 50 Prozent an dem Joint Venture hält. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Jens Sieder und Sebastian Braun vom Greifswalder Arzneimittelhersteller Cheplapharm hatte Klein die Holding im Herbst vorigen Jahres gegründet.

Drei Unternehmer aus Mecklenburg-Vorpommern gründeten dafür ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner. Baustart für den Medizintechnik-Betrieb in Laage (Landkreis Rostock) soll schon im Juni sein.

Schon im Juni sollen in Laage die Erdarbeiten beginnen. „Ende des Jahres laufen die ersten Produkte vom Band“, ist Klein überzeugt. „Und wir wollen schnell wachsen.“ Von zunächst 35 Mitarbeitern auf bis zu 100. Insgesamt hat die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bereits mehr als 148 000 Beschäftigte.

Die etwa 20 Zentimeter langen Erzeugnisse, in denen haardünne Kunststoffmembranen gebündelt sind, sollen weltweit verkauft werden, vor allem aber nach China. Die Nachfrage steige rasant, betont der promovierte Physiker. In China könnten bisher erst 35 Prozent der dialysepflichtigen Patienten behandelt werden, in Indien nur fünf Prozent.

„Wir kennen die chinesischen Partner seit zwei Jahren“, sagt Klein. Der Kontakt sei durch Vermittlung des Schweriner Wirtschaftsministeriums zustande gekommen. „Auf dem Medizin-Weltforum Medica in Düsseldorf hat Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph uns zusammengeführt“, berichtet der Unternehmer, der in Waren (Müritz) aufwuchs. Produkte „Made in Germany“ hätten in China einen guten Ruf.

Diese Erfahrung macht der 42-Jährige bereits mit seiner ersten Firma, der Clearum GmbH, die er mit seinem ebenfalls von der Müritz stammenden Jugendfreund Sieder seit 2015 in Poppendorf betreibt. 160 Beschäftigte produzieren dort Dialyse-Membranen, 30 Prozent davon für den Export nach China. Klein: „Wir haben in China mehr als zehn Großkunden.“ Künftig ist ein Teil der Hohlfasermembranen für die Filterherstellung in Laage bestimmt.

Ehlers Elke

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