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Güstrow Die Region wächst zusammen: Güstrow lockt Gäste aus Rostock
Mecklenburg Güstrow Die Region wächst zusammen: Güstrow lockt Gäste aus Rostock
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00:00 03.04.2014
Die Tourismus-Chefs Matthias Fromm und Anett Zimmermann stellen die Rostock Card vor. Quelle: Michaela Krohn

Die Barlachstadt hat viel zu bieten: Renaissance-Schloss, Natur- und Umweltpark (Nup), Museen und Oase. Mit diesen Kultur- und Freizeitangeboten will Güstrow jetzt auch über die Stadtgrenzen hinaus strahlen und vor allem Besucher aus Rostock anziehen. Möglich soll es zur neuen Saison mit der Rostock Card werden — einer kleinen Rabattkarte, mit der Urlauber und Einheimische Angebote in der gesamten Region günstiger nutzen können.

Bisher gab es die Karte nur in Rostock. Allein dort werden etwa 15 000 Stück davon pro Jahr verkauft. „Seit 1998 haben wir die Rostock Card im Angebot“, sagt Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt, und fügt hinzu: „Jetzt wollen wir die gesamte Region einbeziehen.“ So kommt nicht nur die Region Güstrow hinzu, sondern auch Bad Doberan, Rerik und Graal-Müritz. Rabatte gibt es aber nicht nur im Barlach-Museum, im Schloss oder im Nup. „Die Gäste können mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Verkehrsverbund Warnow kostenfrei fahren“, sagt Fromm. Je nachdem, welche Version der Rostock Card sie erstehen, können sie 24 oder 48 Stunden lang zum Beispiel mit der S-Bahn nach Rostock fahren und dann dort auch Busse, Bahnen und Fähren benutzen.

„Das ist der besondere Anreiz“, sagt Güstrows Abteilungsleiterin für Marketing, Tourismus und Kultur, Anett Zimmermann. „Die Besucher können sich in der gesamten Region frei bewegen“, betont Zimmermann. Einige Partner wie das Krippenmuseum geben mit der Rostock Card sogar einen Rabatt von 40 Prozent.

„Bei den meisten anderen Partnern sind es zehn Prozent“, sagt die Tourismus-Chefin. „Von der Idee waren alle Einrichtungen gleich begeistert. Niemand musste lange überredet werden“, unterstreicht Zimmermann. So könnten sich Besucher nicht nur auf die kulturellen Höhepunkte Güstrows freuen. „Es ist toll, dass wir zum Beispiel auch Kanu-, Wander- und Radtouren mit anbieten können“, sagt Anett Zimmermann.

Auch wer über Güstrow hinaus schauen will, was in der Region angeboten wird, wird fündig. „Wir arbeiten schon seit einiger Zeit auch mit Schwaan und Krakow am See eng zusammen. Denn unsere Gäste wollen auch Güstrows Nachbarstädte kennenlernen“, betont Zimmermann. Matthias Fromm fügt hinzu: „Tourismus macht eben nicht an Stadtgrenzen halt. Deshalb wollen wir immer wieder neue Projekte für unsere Urlauber initiieren.“ Schließlich zähle die Tourismuszentrale in Rostock 2,4 Millionen Besucher in der gesamten Region, für die die Rabattkarte interessant sein könnte.

Doch die Rostock Card soll nicht nur für Besucher Mittel sein, um Güstrow und die Region zu erkunden. „Auch Einheimischen soll es ermöglicht werden, ihre Heimat besser kennenzulernen.“, sagt Fromm.

Und Anett Zimmermann weist zudem auf einen entscheidenden Vorteil hin: „Güstrow liegt so zentral im Land, dass viele Besucher in die Stadt kommen.“ Die ganze Region hätte noch touristische Reserven, die ausgeschöpft werden können.

Erhältlich ist die Rostock Card seit einer Woche in der Touristeninformation am Franz-Parr-Platz, an allen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und der Rostocker Straßenbahn AG sowie in den Geschäftsstellen der OSTSEEZEITUNG. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass die Urlauber sie auch in den Hotels bekommen“, sagt Tourismusdirektor Fromm.

Von der Rabatt-Karte gibt es zwei Versionen
29 Euro kostet die Rostock Card für die gesamte Region als 48-Stunden-Version. Neben den Rabatten gibt es dafür freien Bus- und Bahnverkehr zwischen Warnemünde und Güstrow und auch zwischen Rerik und Graal-Müritz. Die 24-Stunden-Karte kostet nur 19 Euro pro Person.
120 Partner beteiligen sich an der Rostock Card. In Güstrow sind acht dabei. Die Rostock Card ist ein Jahr lang gültig.
Güstrow sollte sich zeigen. Es hat viel zu bieten.“Anett Zimmermann, Tourismus-Chefin



Michaela Krohn

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