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Güstrow Erster Weltkrieg: Viele Künstler waren kriegsbegeistert
Mecklenburg Güstrow Erster Weltkrieg: Viele Künstler waren kriegsbegeistert
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21:19 13.10.2018
Güstrow: Die Plastik "Kriegsfurie" (Ernst Hollitzer, 1935, Linde) steht in der Ernst Barlach Stiftung in der Ausstellung "Der Große Krieg im Kleinformat". Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Güstrow

Mit einer Sonderausstellung erinnert die Ernst-Barlach-Stiftung seit Samstag in Güstrow an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. In der Schau „Der Große Krieg im Kleinformat“ werden 22 Plastiken und 150 Graphiken von Ernst Barlach, Rudolf Belling und anderen Künstlern gezeigt, teilte die Stiftung mit. Barlach, der seine Hauptwerke in Güstrow schuf, war wie viele Künstler zunächst kriegsbegeistert und wandelte sich erst später zum entschiedenen Kriegsgegner.

In den ersten beiden Kriegsjahren beteiligte er sich der Stiftung zufolge an der Zeitschrift „Kriegszeit“, die zu den bekanntesten Künstlerflugblättern gehört habe. Durch deren wöchentliche Erscheinungsweise sei sie in der Lage gewesen, aktuell auf politische Entwicklungen zu reagieren und sie propagandistisch zu verarbeiten.

Künstler zeichneten unrealistisches Bild

Die meisten Künstler hätten sich dabei stereotyper Darstellungen bedient, die bei Machern wie Publikum auf großen Zuspruch gestoßen seien. Von den Schrecken des Krieges sei dabei nicht viel zu sehen gewesen. Die Botschaften hätten sich nicht mehr an ein begrenztes Publikum gerichtet, sondern an die gesamte deutsche Bevölkerung. Der intellektuelle Schulterschluss der beteiligten Künstler sollte dabei einen gesellschaftlichen Konsens suggerieren, den es in dieser Form aber nicht gegeben habe.

Die Ausstellung belege eindringlich, wie massenhaft verbreitete Kunstpropaganda die Wahrnehmung des Krieges geprägt habe. Sie wird noch bis zum 24. März im Güstrower Barlach-Museum gezeigt.

RND/dpa

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