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Großartiger Fund im John-Brinckman-Jahr

Güstrow Großartiger Fund im John-Brinckman-Jahr

Ein Brief des niederdeutschen Autors aus dem Jahr 1860 ist in Güstrow aufgetaucht.

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Jacqueline Köpcke überreichte zusammen mit ihren Kindern Lisa und Maximilian Dieter Kölpien Brinckmans Brief.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Sensationeller Fund in Güstrow: Ein Brief des niederdeutschen Schriftstellers ist jetzt aufgetaucht. „Das war sehr aufregend. Ich konnte es kaum fassen, dass er ausgerechnet in diesem Jahr zum Vorschein kommt“, erinnert sich Dieter Kölpien, Vorsitzender des Festausschusses „John Brinckman 200“. Jacqueline Köpcke, die Tochter des Güstrower Kunsthändlers Kurt Klaus, überreichte gestern die wertvolle Schrift in der städtischen Wollhalle.

Bei Recherchen zur Vorbereitung des diesjährigen 200. Jubiläums von John Brinckman hat Kurt Klaus auf das Schriftstück aufmerksam gemacht. Kölpien: „In einem Sekretär lag eine Sammlung. Auf dem dritten Blatt habe ich den Güstrower Autor entdeckt.“ Besonders wertvoll ist der Fund deshalb, weil Handschriftenfunde von John Brinckman äußerst selten sind. Behrend Böckmann von den Güstrower Plattsnackern hat die Schrift entziffert. „Der Brief stammt aus der Zeit, in der die Cholera in Güstrow und Goldberg ausgebrochen war und viele Leute daran starben. John Brinckman hat mit seinem Schreiben den Erhalt einer Unterstützungszahlung für zwei Kinder seines verstorbenen Schwiegervaters bestätigt. Er bezeichnete sich darin als Vormund“, erklärt Böckmann. Der Kunsthändler Kurt Klaus schenkte der Brinckman-Gesellschaft diesen Brief.

Dieter Kölpien konnte noch eine weitere frohe Botschaft übermitteln. Die Stadtvertretung hat am Donnerstag beschlossen, dass Brinckman auf Wunsch der Gesellschaft zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wird. Die nächste große Aktion im Jubiläumsjahr findet in der kommenden Woche statt. Die Sanierungen an seiner Grabstätte auf dem Güstrower Friedhof sind beendet, die Ergebnisse werden am Dienstag vorgestellt. Der Steinmetz Thomas Borgwardt hat dafür die Sandstein-Grabplatten von seinen Familienmitgliedern restauriert und eine abhandengekommene Grabplatte mit den Lebensdaten des Dichters neu hergestellt und hinzugefügt.

 



Mathias Otto

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