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Güstrow Kindesmissbrauch in Güstrow: Forderung nach langer Haftstrafe
Mecklenburg Güstrow Kindesmissbrauch in Güstrow: Forderung nach langer Haftstrafe
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17:18 14.01.2019
Symbolbild: Ein Kind versucht sich vor der Gewalt eines Erwachsenen zu schützen. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
Rostock

Wegen Kindesmissbrauchs und Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet hat die Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Gefängnis für einen Mann aus Güstrow gefordert. Der Verteidiger des Angeklagten beantragte nach Angaben der Vertreterin der Nebenklage am Montag vor dem Landgericht Rostock eine Haftstrafe von höchstens vier Jahren Dauer. Der 39-jährige Gelegenheitsarbeiter hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, 2016 und 2017 seinen anfangs sechs Jahre alten Neffen mehrfach missbraucht und davon in einigen Fällen Fotos und Videos aufgenommen zu haben.

Das Bildmaterial schickte er an einen Chat-Partner in Norddeutschland. Diesem bot er auch den gemeinsamen Missbrauch des Kindes an, wozu es allerdings nicht kam. Der Junge war laut Anklage eine Zeit lang regelmäßig am Wochenende bei seinem Onkel zu Besuch, weil die Mutter schwer erkrankt ist. Auch der in der Nachbarschaft wohnende jüngere Bruder des Angeklagten missbrauchte das Kind. Dafür wurde er 2018 zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil soll am kommenden Donnerstag verkündet werden.

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Joachim Mangler