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Güstrow Luftwaffe beginnt mit Übung im Nordosten: Zusätzliche Flüge
Mecklenburg Güstrow Luftwaffe beginnt mit Übung im Nordosten: Zusätzliche Flüge
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14:20 08.10.2018
Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" startet ein Eurofighter, im Hintergrund ist der Tower. Quelle: Bernd Wüstneck/archiv
Laage

Mit der Verlegung von Kampfflugzeugen zum Geschwader 73 „Steinhoff“ nach Laage (Landkreis Rostock) hat am Montag eine Luftwaffenübung über Nord- und Ostdeutschland begonnen. Das Szenario der zehntägigen so genannten Leistungsvergewisserung sei ein Nato-Bündnisfall während einer Krise in Osteuropa, sagte der Geschwaderkommandeur, Kommodore Gero von Fritschen. Mit dem Szenario werde der veränderten Schwerpunktsetzung von Bundeswehr und Nato Rechnung getragen, die wieder verstärkt die Bündnis- und Landesverteidigung in den Blick nehmen, sagte von Fritschen.

Bei der Übung von insgesamt rund 750 Soldaten soll demnach die Konzeption der Bündnis- und Landesverteidigung überprüft und die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Krisenreaktionskräfte der Luftwaffe in der Nato untersucht werden. Außerdem wolle der Standort in Laage als Gastgeber prüfen, wie er auf einen Konflikt in Osteuropa vorbereitet sei, sagte von Fritschen.

Das Geschwader aus Laage selbst nehme allerdings nur als Gastgeber an der Übung teil. Stattdessen kämen insgesamt zwölf Eurofighter und Tornados aus den Geschwadern 31 (Nordrhein-Westfalen) und 33 (Rheinland-Pfalz) nach Laage. Eine Transportmaschine A400M und ein Tankflugzeug nehmen demnach von ihren Heimatflughäfen bei Hannover und Köln aus am Einsatz teil. Der Übungsraum reiche von Niedersachsen bis Sachsen. Dabei sollen von Fritschen zufolge auch Luft-Boden-Angriffe trainiert, jedoch keine Bombenabwürfe geübt werden. Die Zahl der Flüge in Laage soll sich in dieser Zeit fast verdoppeln. Statt der üblichen 20 soll ihre Zahl auf 36 pro Tag steigen.

In der letzten Woche hatte die Militärsparte des Flugzeugbauers Airbus über die Ostsee erstmals den Einsatz vernetzter Drohnenschwärme für die Luftwaffe erprobt. Die unbemannten Fluggeräte sollen später als Gruppe aufklären oder gegnerisches Radar und Kommunikation stören - oder bewaffnet selbst Ziele angreifen. Zudem sollen sie im Verbund mit einem Kampfjet diesen bei seiner Mission unterstützen. Noch handelt es sich dabei aber um militärische Forschung.

dpa

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