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Milliardär baut am Sumpfsee neues Camping-Paradies

Güstrow Milliardär baut am Sumpfsee neues Camping-Paradies

In der „Erlebnisvielfalt Sumpfsee“ sollen Touristen die heilende Wirkung des trüben Wassers erfahren. Resort kostet 17 Millionen Euro.

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Noch steht hier nichts als eine Sitzbank. Jetzt baut ein russischer Milliardär die „Erlebnisvielfalt Sumpfsee“.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Sensation in Güstrow: Ein Milliardär aus Russland will für 17 Millionen Euro den Sumpfsee zu einer weiteren Attraktion in der Barlachstadt umgestalten. Ein Campingplatz mit Steganlage, Kanuverleih und Gastronomie — in weniger als zwei Jahren gehört das Gebiet den Touristen. Lange musste Juri Jemnakow (46) um die Genehmigungen kämpfen.

„Fast drei Jahre lang habe ich versucht, die Grundstücke zu bekommen“, sagt er auf OZ-Anfrage. Jetzt hat er Pachtverträge über 20 Jahre in Ufernähe bekommen, mit Option auf Verlängerung. Fast zwei Drittel der Flächen gehören jetzt ihm. Die Genehmigungen zum Bauen von der Stadt, dem Landkreis und dem Land hat er vor einer Woche bekommen (sie liegen der OZ vor). Warum er ausgerechnet hier bauen möchte, erklärte er mit der idealen Lage. „Das Klima ist hier besonders gut. Die Stadt bekommt ja außerdem den Titel ,Erholungsort‘ vom Ministerium verliehen“, sagt der reiche Russe. Urlauber könnten also gar nicht anders, als in Scharen in die Stadt zu kommen. Und weil man innerhalb von zwei Stunden alles gesehen hätte, sei es klar, dass sie sich dann Ruhe und Erholung wünschen. „Der Sumpfsee ist ideal und nicht so elitär wie der Inselsee“, sagt Jemnakow. Auf die Frage, ob er befürchte, dass wegen der großen Blutegel-Population im See die Touristen ausbleiben könnten, kann er nur lachen:

„Das ist doch toll, dass es die im Sumpfsee gibt. Die fressen die Hornhaut und helfen bei anderen Hautkrankheiten.“

„ Jemnakow hat ein ausgeklügeltes Konzept für den See vorgelegt“, sagt auch Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos). Stadt, Landkreis und Land hätten gar nicht anders gekonnt, als ihm die Fläche zu verpachten. Man freue sich im Rathaus nun, dass Güstrow in den kommenden Jahren mit Besucherrekorden rechnen kann. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Stadt hat das Potenzial des Sumpfsees selbst nicht früh genug erkannt und muss nun einem Privatunternehmer das Feld überlassen.

 



mk/mo

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