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Güstrow Neue Einwohner bekommen keine Zuschüsse
Mecklenburg Güstrow Neue Einwohner bekommen keine Zuschüsse
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00:00 28.03.2014

In Güstrow bekommen künftige Einwohner keine Zuschüsse, sei es in Sachen Monatskarten für die Deutsche Bahn oder für Pkw-Stellplätze. Mit diesem Antrag wollte die CDU gestern Abend in der Sitzung der Stadtvertreter erreichen, dass mehr Menschen in die Barlachstadt ziehen. „Das Einkommen eines jeden Pendlers wird zum Teil in der Stadt gelassen. Güstrow kann davon nur profitieren.“ Viel Zustimmung bekam Antragsteller Sebastian Berg jedoch nicht für sein Maßnahmepaket zur Steigerung der Einwohnerzahl.

Stadtrat Andreas Brunotte (CDU) drückte zuvor sein Bedenken aus. Der Antrag würde dem Gleichbehandlungsgesetz widersprechen. Sascha Zimmermann (FDP) schloss sich seinen Worten an. „Bekommen Bürger, die wegziehen wollen, dann eine Durchhalteprämie, damit sie bleiben?“ Der Schwerpunkt sollte seiner Meinung nach auf der Suche nach freien Wohnungen und Plätzen für Kindertagesstätten liegen.

„Abwarten“, lautet die Devise von Klaus Biener (fraktionslos). „In Rostock ist der Wohnungsmarkt übersättigt. Wir können uns also entspannt zurücklehnen, da einige Leute eh nach Güstrow ziehen werden“, sagte er. Wenn dieser Fall nicht eintritt, würde dieser Antrag aus seiner Sicht in frühestens zwei Jahren Sinn machen. Torsten Renz (CDU) forderte kurz vor der Abstimmung: „Wir müssen Mut beweisen. Es handelt sich vorerst um eine Testphase. Dies ist keine endgültige Entscheidung.“ Seine Worte überzeugten nicht, denn mit zehn Ja-Stimmen und drei Enthaltungen wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.



Mathias Otto

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