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Güstrow RSAG: Weitere Streiks sind möglich
Mecklenburg Güstrow RSAG: Weitere Streiks sind möglich
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00:00 22.03.2014

Beim Streik der Lokführer der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) scheint kein Ende in Sicht. Auch gestern haben die Fahrer und die Zugbegleiter für mehr als zwei Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Grund sind die anhaltenden Verhandlungen über die Einführung eines Flächentarifvertrags. Besonders Rostocker waren betroffen. So ging auf den Strecken Wismar—Rostock—Tessin und Rostock—Graal-Müritz nichts mehr. Laut RSAG habe sich der knapp dreistündige Streik spürbar ausgewirkt.

Vor allem die Schüler und Pendler der Stadt und des Umlandes waren von der Arbeitsniederlegung betroffen, so RSAG-Sprecherin Beate Langner. Wie hoch die finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen seien, wollte sie nicht bekanntgeben. Als Subunternehmer betreibt die RSAG für die DB Regio die Regionalbahnstrecken und stellt dafür das Zugpersonal. Im Vergleich zu den Kollegen der Bahn verdient das Rostocker Zugpersonal jedoch 20 Prozent weniger. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), die gestern zum erneuten Streik aufgerufen hat, fordert eine schrittweise Anpassung. Eine Einigung hat es bisher nicht gegeben. „Unsere Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Hartmut Petersen, Vorsitzender der GDL im Nordbezirk. Anfang nächster Woche soll es die nächsten Gespräche zwischen Gewerkschaft und RSAG geben. Ob es bis dahin zu weiteren Streiks kommen wird, ist unbekannt. „Die RSAG muss jeden Tag damit rechnen“, sagt Petersen. Die vergangenen vier Streiks fanden immer zum Feierabend-Verkehr statt.



sp

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