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Boden sackt ab: Bauamt prüft Sicherheit auf City-Parkplatz

Rostock Boden sackt ab: Bauamt prüft Sicherheit auf City-Parkplatz

Unter der Stellfläche an der Rungestraße sollen Hohlräume sein. Dadurch entstehen immer wieder Löcher, die notdürftig geschlossen werden. Senator Matthäus will handeln.

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Parkfläche zwischen Rungestraße, Rostocker Heide und Buchbinderstraße — auch als „Glatter Aal“ bezeichnet. Fotos (2): Ove Arscholl/ Umfrage: Karsten Wilke

Rostock. Wie gefährlich ist der Parkplatz an der Rungestraße am Glatten Aal? Mit dieser Frage beschäftigt sich ab sofort das Bauamt. Denn wie die OSTSEE- ZEITUNG von dem Betreiber, der Parkraum Service GmbH, erfuhr, sacke der Boden auf dem sandigen Gelände immer wieder um ein paar Zentimeter ab. Laut Vertriebsleiter Uwe Freund seien unter dem Areal Hohlräume — „so ähnlich wie beim Tagebau“. Dadurch würden ständig Löcher entstehen. Früher befand sich hier die Uni-Chemie.

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Parkfläche zwischen Rungestraße, Rostocker Heide und Buchbinderstraße — auch als „Glatter Aal“ bezeichnet. Fotos (2): Ove Arscholl/ Umfrage: Karsten Wilke

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Bausenator Holger Matthäus (Grüne) will handeln. „Die gesamte Situation dort ist sehr ärgerlich und für das Ansehen der Stadt schädlich.“ Das Bauamt werde das Gelände begutachten, die Sicherheit prüfen. Zudem sollen Böschungen gepflanzt werden. Bislang sei der Parkplatz nicht mehr als ein plattgeschobener Schutthügel — mitten im Herzen der Hansestadt.

Ursprünglich sollte das Areal maximal ein Jahr lang als Abstellfläche dienen. „Für den Dauerbetrieb war das nie gedacht“, sagt Matthäus. Deshalb werde die Genehmigung nur jährlich erteilt. Klar sei:

„Wenn etwas passiert, haftet der Eigentümer“, sagt der Senator.

Das Gelände gehört der Firma Randalswood Germany. In ihrem Auftrag arbeitet die Parkraum Service GmbH. Laut Vertriebsleiter Freund plane Randalswood weiterhin eine Bebauung auf dem Areal — der Zeitpunkt sei jedoch noch offen. „Daher wird sich am jetzigen Zustand nicht viel ändern.“ Die Löcher würden weiter notdürftig geschlossen. „Unsere Kontrolleure sind ständig unterwegs und melden sich, sobald etwas zu sehen ist“, sagt Freund. Bei den Ausbesserungen müsse man sich jedoch nach dem Wetter richten. „Bei Nässe oder Kälte können wir nichts tun. Aber wenn es trocken und mild ist, so wie jetzt, sind die Bedingungen ideal.“ Gerade erst seien die Löcher geschlossen worden.

Eine Gefahr für Autos oder Fahrer bestehe laut Freund nicht. Dennoch sorgt der Parkplatz für Unmut. Die Rostockerin Maria Westendorf spricht von „einer Katastrophe“: „Da hat jedes Entwicklungsland bald bessere Straßen. Selbst wenn man nur noch rollt, wird man dermaßen durchgeschüttelt. Hochschwanger war das eine Zumutung.“ Und bei Regen sei der Parkplatz ein Modderloch. Auch Jana Laines kritisiert: „Mich ärgert das jedes Mal. Man hat zu tun, die Löcher zu umfahren.“

Parkraum-Mitarbeiter Freund weist die Kritik zurück. „Der Platz ist befahrbar und relativ günstig. Jeder kann selbst entscheiden, ob er bei schlechtem Wetter schmutzige Schuhe in Kauf nimmt.“ Es gebe auch die Möglichkeit, auf dem Glatten Aal nebenan oder in der Tiefgarage Rostocker Hof zu parken. Für Maria Westendorf ist das keine Option: „Das würde den Weg verlängern. Mit kleinen Kinder überlegt man es sich doch anders.“

Westendorf wurmt zudem, dass Kontrolleure um die Autos schleichen würden. Laines sieht das ähnlich: „Das mit den Strafzetteln hier ist übertrieben. Ich war mal drei Minuten zu spät, schon hatte ich einen.“ Freund bestreit das. Es gebe eine Toleranzgrenze, die bei mehr als drei Minuten liege. „Wer etwas anderes erlebt, kann sich gerne bei uns melden“, sagt er. „Wir machen keine Jagd auf Überzieher.“

 



André Wornowski

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