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Mittleres Mecklenburg Bürgerwehren: Neonazis wollen Frauen beschützen
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Bürgerwehren: Neonazis wollen Frauen beschützen
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19:49 22.01.2016
Springerstiefel bei einer Neonazi-Demonstration. Das klassische Skinhead-Schuhwerk hat bei vielen Nazis längst ausgedient. Quelle: Roland Weihrauch
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Waren

Die Neonazi-Organisation „Nationale Sozialisten Müritz“ will auf den Straßen von Waren (Mecklenburgische Seenplatte) patrouillieren. Grund dafür seien Belästigungen von Frauen, die nicht bei der Polizei angezeigt worden seien.

Das sagt Organisator Chris Knaak, gegen den nach eigenen Angaben in anderen Zusammenhängen wegen Volksverhetzung ermittelt wurde. Es gehe nicht nur um mögliche Gewalt von Flüchtlingen, behauptet Knaak. Man werde auch bedrängten ausländischen Frauen helfen, verspricht der Neonazi.

Im Internet lässt die Gruppe, die im aktuellen Landesverfassungschutzbericht erwähnt wird, keinen Zweifel an ihrer ausländerfeindlichen Einstellung. Auch Gewalt scheint ihr nicht fern zu sein: Auf einem Logo sind zwei gekreuzte Baseballschläger zu sehen.

Laut Polizei und Bürgermeister gibt es keine Hinweise für die von Knaak behaupteten Vorfälle. Bislang wurden weder Straftaten noch andere Probleme im Zusammenhang mit den rund 130 Flüchtlingen bekannt, die zurzeit in der Müritz-Stadt leben. Das Schweriner Innenministerium warnt, es werde weder Selbstjustiz noch Amtsanmaßung dulden.

Seit den Vorfällen der Silvesternacht in Köln gründen sich im Internet viele Bürgerwehren. In Schwerin ruft ein Unternehmer anonym zur Gründung einer Bürgerwehr auf, auch in Stralsund gibt es eine entsprechende Facebook-Seite.



Kleine Wördemann, Gerald

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