Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Ministerium hält an Verfüllung von Schlosskeller fest

Neustrelitz/Schwerin Ministerium hält an Verfüllung von Schlosskeller fest

Das Schweriner Finanzministerium hält trotz Kritik an der Verfüllung der Schlosskellers in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) fest.

Voriger Artikel
Autofahrer flieht nach Unfall zu Fuß
Nächster Artikel
Ernährungsfirmen fordern politische Hilfe

Henry Tesch hinter einem Teil der Schlosskellerruine in Neustrelitz.

Quelle: Bernd Wüstneck/archiv

Neustrelitz/Schwerin. Das Schweriner Finanzministerium hält trotz Kritik an der Verfüllung der Schlosskellers in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) fest. „Wir werden die Ruine fach- und sachgerecht verfüllen und konservieren“, sagte Christian Hoffmann als Sprecher des Landesbetriebes für Bau und Liegenschaften (BBL), der das Vorhaben für das Ministerium umsetzt. Dies sei mit der Landesdenkmalschutzbehörde abgestimmt und es gebe keinen Spielraum. Rund 100 Neustrelitzer, darunter Landespolitiker und Landrat Heiko Kärger (CDU), hatten das Land am Montag auf einer Tagung der Stiftung Mecklenburg aufgefordert, die Überreste der barocken Schlossanlage nicht zuzuschütten.

Das Residenzschloss des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz brannte im April 1945 aus. Die Ruinen ließ die SED-Führung 1949 sprengen und abtragen. Experten zufolge ist die gesamte Architektur der Stadt auf den Park mit seiner barocken Schlossanlage abgestimmt. Für einen Wiederaufbau des Schlosses engagieren sich seit 1990 viele Neustrelitzer, darunter Ex-Bildungsminister Henry Tesch.

Die Landesvorsitzenden von Linken Torsten Koplin und CDU Vincent Kokert wollen das Verfüllen im Landtagsfinanzausschuss stoppen. Der Landrat forderte ebenfalls ein Stopp der Pläne. Laut Hoffmann soll die Kellerruine im Frühjahr mit speziellem Fließsand verfüllt werden, der bei Bauplänen später wieder entfernt werden kann. Das bezweifeln Kritiker aber. Zudem solle der Keller nach oben abgedichtet und oben so gestaltet werden, dass die Schlossumrisse nachvollziehbar wären. Rund 1,2 Millionen Euro sind veranschlagt.

dpa/mv

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vorschrift zu NS-Todeslagern
Der Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“.

Juden und Polen litten entsetzlich unter dem Nationalsozialismus. Doch jetzt sorgt ein polnisches Gesetz für Streit. Israel befürchtet, es könnte eine Mitschuld von Polen am Tod von Juden vergessen machen.

mehr
Mehr aus Mittleres Mecklenburg
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.