Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Stadtvertreter gegen Verfüllung des Schlosskellers

Neustrelitz/Schwerin Stadtvertreter gegen Verfüllung des Schlosskellers

Die Überreste der barocken Schlossanlage in Neustrelitz sollen nach dem Willen der Abgeordneten zwar beräumt und gesichert, aber nicht zugeschüttet werden.

Voriger Artikel
Frau in Waren getötet: So jagte die Polizei den Täter
Nächster Artikel
Tote Anwältin: Verdächtiger bestreitet die Tat

Der Keller des 1945 zerstörten Schlosses soll nicht verfüllt werden.

Quelle: B. Wüstneck/archiv

Neustrelitz/Schwerin. Die Stadtvertreter der Residenzstadt Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) haben das Schweriner Finanzministerium aufgefordert, den denkmalgeschützten Schlosskeller nicht zu verfüllen. Einen entsprechenden Beschluss habe das Stadtparlament mit großer Mehrheit am Donnerstagabend gefasst, sagte eine Sprecherin der Kommune am Freitag. 17 von 19 Stadtvertretern stimmten demnach dafür. Damit reagierten die Abgeordneten auf wachsende Kritik von Bewohnern der früheren Hauptstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, der Stiftung Mecklenburg und von Landespolitikern.

Rund 100 Neustrelitzer, darunter die Landesvorsitzenden von Linken und CDU sowie Landrat Heiko Kärger (CDU), hatten das Land auf einer Tagung der Stiftung aufgefordert, die Überreste der barocken Schlossanlage zwar wie geplant zu beräumen und zu sichern, aber nicht zuzuschütten. Das Finanzministerium als Eigentümer will die Ruine „fach- und sachgerecht verfüllen und konservieren“, wie es hieß. Damit wäre die gesamte Schlossparksanierung abgeschlossen. Dies sei mit der Landesdenkmalschutzbehörde abgestimmt und es gebe keinen Spielraum, hieß es zuletzt.

Das Residenzschloss war im April 1945 ausgebrannt. Die Ruinen ließ die SED-Führung 1949 sprengen und abtragen. Experten zufolge ist die Gesamtarchitektur der Stadt auf den Park mit der Schlossanlage abgestimmt. Für einen Wiederaufbau des Schlosses engagieren sich seit 1990 viele Neustrelitzer.

dpa/mv

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vorschrift zu NS-Todeslagern
Der Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“.

Juden und Polen litten entsetzlich unter dem Nationalsozialismus. Doch jetzt sorgt ein polnisches Gesetz für Streit. Israel befürchtet, es könnte eine Mitschuld von Polen am Tod von Juden vergessen machen.

mehr
Mehr aus Mittleres Mecklenburg
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.