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Schranken stoppen bald illegale Autofahrer im Nationalpark

Waren Schranken stoppen bald illegale Autofahrer im Nationalpark

Drei Anlagen zu einem Gesamtpreis von 180 000 Euro sollen den illegalen Kraftfahrzeugverkehr am Ostufer der Müritz unterbinden.

Waren. Nach jahrelangen Debatten wird es nun ernst: Im Müritz-Nationalpark werden am 1. September drei Schrankenanlagen in Betrieb genommen. Damit soll der illegale Kraftfahrzeugverkehr am Ostufer der Müritz unterbunden werden, sagte Dagmar Willisch vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Montag in Waren. Während einer zweimonatigen Gewöhnungsphase habe dieser Verkehr bereits abgenommen. Auto- und Brummifahrer hatten die etwa neun Kilometer lange Strecke zwischen Speck, Boek und Kratzeburg immer wieder als Abkürzung benutzt.

Grundlage der „Berechtigtenregelung“ ist ein Vertrag zwischen dem Land, Landkreis und Kommunen. Die Kommunen finanzierten mit Hilfe der EU die rund 180 000 Euro teuren Schranken. Dafür übernehme das Land die Instandhaltung der Straßen, die auch vom Nationalparkbus genutzt werden. „Sonst müssten die Kommunen etwa drei Millionen Euro für die Straßen aufbringen“, sagte Willisch. Mehr als 2000 Anwohner erhielten Chips zur Benutzung der Schrankenanlagen.

Der Müritz-Nationalpark ist ein knapp 32 000 Hektar großes Gebiet. Dazu gehören als größerer Teil das „Ostufer der Müritz“ bei Waren und die Weltnaturerbe-Buchenwälder „Serrahn“ östlich von Neustrelitz. Die dünn besiedelte Region ist Rückzugsgebiet zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. So können Fisch- und Seeadler, Kraniche, Rotwild, Biber, Fischotter und kleinere Vogel- und Insektenarten beobachtet werden. Schätzungen zufolge kommen jährlich mehrere hunderttausend Besucher, um die Natur zu erleben.

Info zu Schrankenanlage

Nationalpark-Ticket

dpa

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