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Sport Derbe Klatsche für TSG-Damen im Abstiegskampf
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18:31 03.02.2019
Engagiert an der Seitenlinie: Trainer Christian Lander. Dennoch verlor die TSG Wismar im Abstiegsduell beim MTV Altlandsberg mit 17:30. Quelle: Foto: Ralf Homburg
Altlandsberg/Wismar

Damit haben hat wohl niemand gerechnet, dass die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar auswärts beim Mitabstiegskandidaten MTV Altlandsberg eine 17:30-Klatsche hinnehmen müssen. Schon zur Halbzeit waren die Messen gesungen. Da führte MTV bereits mit 18:9. Für die Brandenburgerinnen war es der erste Heimsieg in der Saison 2018/19. Dementsprechend groß war dann auch nach dem Abpfiff der Jubel bei den Schützlingen von Trainer Sebastian Grenz und den 125 Zuschauern auf den Rängen. Der MTV hat sich mit diesem Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Wismarerinnen dagegen stecken jetzt richtig tief drin. Obwohl noch genügend Punkte zu erkämpfen sind, wird die Luft zum rettenden Ufer allerdings immer dünner. „Wir haben wie ein Absteiger gespielt“, war TSG-Mannschaftskapitänin und Torhüterin Justine Spierling gestern Nachmittag immer noch am Boden zerstört. „Mich hat das Spiel jetzt richtig runtergezogen“, sagt Spierling mit leiser Stimme weiter. „Altlandsberg hat uns von Anfang an vorne ganz hart rangenommen. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Als wir es dann auch mal geschafft haben, vor das Tor zu kommen, war unsere Chancenverwertung so schlecht“, erklärt die 28-Jährige und fügt hinzu: „Ich weiß gar nicht, wie viel Abspielfehler wir gemacht haben.“

Auch für TSG-Trainer Christian Lander ist es unverständlich, wie es zu diesem Ausfall gekommen ist, zumal sein Team in den letzten drei Spielen auf dem aufsteigenden Ast war. Immerhin konnten die Wismarerinnen da gegen den Tabellenzweiten HSG Jörl DE Viöl (25:24) und gegen den Tabellenletzten Eintracht Hildesheim (23:20) Siege einfahren. Doch mit der Pleite in Altlandsberg ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Zusammen mit Grün-Weiß Schwerin (6) und Eintracht Hildesheim (4) dümpeln die Hansestädterinnen mit sechs Punkten im Tabellenkeller. Der MTV Altlandsberg hat sich mit neun Punkten zunächst aus der Abstiegszone befreien können. Schon am kommenden Sonnabend kommt mit dem SC Alstertal-Langenhorn ein Team, das gestern den SV Grün-Weiß Schwerin mit 32:20 auf die Heimreise geschickt hat. Im Hinspiel zogen die TSG-Frauen gegen die Hamburgerinnen mit 25:33 den Kürzeren. Zudem haben die Hansestädterinnen das Spiel in der Elbmetropole noch in sehr schlechter Erinnerung. Denn ohne Gegnereinwirkung verletzte sich damals Wismars Torjägerin Vivien Bartlau ganz schwer am Knie und soll noch in diesem Monat am Kreuzband operiert werden. Für sie ist die Saison bereits gelaufen.

„Ich kann nur an unsere Zuschauer appellieren, uns in dieser schweren Zeit weiterhin den Rücken zu stärken. Das ist für die Mannschaft sehr wichtig. Wir haben den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Es sind noch einige Punkte zu vergeben“, gibt sich TSG-Trainer Lander dennoch kämpferisch. „Ich will nicht nichts schön reden. In Altlandsberg waren wir einfach nicht auf der Höhe. Gründe, warum wir so schlecht gespielt haben, gibt es sehr viele. Wir haben verdient verloren“, ist Christian Lander sehr enttäuscht. So dauerte die Fahrt mit dem Bus nach Altlandsberg wegen einiger Unfälle auf der Strecke über fünf Stunden. Die Wismarerinnen konnten erst eine halbe Stunde vor Beginn des Spiels, das erst um 19.30 Uhr angepfiffen wurde, die Halle betreten. „Die Schiedsrichter haben gegen uns kleinlich gepfiffen. Oftmals waren nur drei unserer Spielerinnen auf dem Parkett“, ärgert sich Co-Trainerin Maryna Bratenkova noch heute über die Leistung der Unparteiischen.

Landers TSG-Team hatte sich auf die Partie gründlich vorbereitet. „Wir wussten um die Stärke von Altlandsbergs Torjägerin Ann-Catrin Höbbel und hatten sie auch in den ersten 18 Minuten im Griff gehabt. Da wurde sie ausgewechselt“, so der TSG-Trainer. Allerdings drehte Höbbel danach noch vor der Pause mächtig auf, erzielte Tor um Tor. Am Ende waren es zehn Bälle, davon sechs vom Siebenmeterpunkt, die sie im Kasten von Justine Spierling versenkte. Seva Pinkohs war bei den Wismarerinnen mit vier Toren beste Werferin. Auf den Außenpositionen lief nichts zusammen. Sarah Dürl konnte keinen Ball ins gegnerische Gehäuse unterbringen. Auch die Wurfquote von Vivien Millrath war mit drei Treffern bescheiden.

Peter Preuß

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