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Sport Derbe Klatsche für TSG-Damen in Henstedt-Ulzburg
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TSG-Trainer Christoph Nisius ärgerte sich in Henstedt-Ulzburg über die Art und Weise, wie sich sein Team präsentierte. Quelle: FOTOS: RALF HOMBURG
Henstedt-Ulzburg/Wismar

Eine derbe Klatsche mussten die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar beim SV Henstedt-Ulzburg einstecken. Das Team von TSG-Trainer Christoph Niesius ging mit 19:35 im wahrsten Sinne des Wortes förmlich unter. Nur in den ersten 15 Minuten konnten die Wismarerinnen mit den Gastgeberinnen mithalten (8:6). Danach verloren die Gäste plötzlich den Faden und kasssierten ein Tor nach dem anderen. „Wir waren eigentlich gut vorbereitet und haben uns mit dem Gegner beschäftigt. Aber leider hat keine Spielerin unseres Teams ihre Leistung auf der Platte gebracht“, so die Mannschaftskapitänin Justine Spierling. Sie stand nach ihrer langen Verletzungspause wieder im Tor. Spierling musste pausieren, weil sie sich zu Beginn der Sasion im Training am Sprunggelenk verletzte. Aber auch sie war diesmal nicht der Rückhalt im TSG-Tor. „Wir haben Henstedt-Ulzburg durch unsere Fehler erst stark gemacht“, analysierte die Mannschaftskapitänin. Und weiter: „Die Gastgeberinnen haben völlig verdient gewonnen. Wir sind ratlos. Uns tut es auch für unseren Trainer leid.“

Christoph Nisius war nach dem Spiel total angefressen und enttäuscht. „Wir sind in der ersten Halbzeit gut gestartet. Dann hatten wir einen Bruch im Spiel. Die Köpfe gingen runter. Egal wer auf die Platte kam, kam einfach nicht rein ins Spiel. Wir machten zu viele Fehler, die eiskalt vom Gegner mit Kontertoren bestraft wurden“, stellte er fest. Die TSG-Damen leisteten sich insgesamt 15 Abspiel- Fang- oder Schrittfehler. Hinzu wurden die Bälle am Kreis kläglich vergeben oder zu lasch auf das Tor geworfen.

Dabei hatten die Wismarerinnen einen guten Start erwischt. Bereits in der ersten Spielminute brachte Steffi Laas die Gäste mit 1:0 in Führung. Nachdem im Gegenzug der 1:1-Ausgleich fiel und Henstedt-Ulzburg eine Minute später mit 2:1 in Front lag, kamen die Hansestädterinnen wieder zurück, glichen durch einen Siebenmeter von Vivien Bartlau aus (2:2) und gingen dann durch Vivien Millrath mit 3:2 wieder in Führung. Doch danach übernahmen die Schützlinge von Trainer Sven Rusbütt endgültig das Zepter. Über die Zwischenstände 3:3 (7.), 6:4 (10.), 9:6 (16.), 14:9 (28.) 17:9 (30.) bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung noch in der ersten Halbzeit aus. Auch nach der Pause lief im Spiel der TSG nichts mehr zusammen. Die SV-Damen erzielten weiter Tor um Tor und schraubten am Ende das Ergebnis auf 35:19. Auch die ansonsten treffsicheren Werferinnen und Torjägerinnen Vivien Millrath (5) und Vivien Bartlau (4) zeigten Nerven. Die Gastgeberinnen hatten ein leichtes Spiel und erwischten, wie ihr Trainer in der anschließenden Pressekonferenz sagte, „einen Sahnetag“. Die Wismarerinnen sehnten den Abpfiff herbei.

Dennoch gab es auch einen Lichtblick. Die erst 16-jährige Julia Marten gab ihren Einstand in der 3. Liga. Trainer Nisius ließ die Nachwuchsspielerin 18 Minuten auf dem Parkett. Sie bedankte sich für das Vertrauen mit zwei Toren. „Julia hat ihre Sache gut gemacht. Leider wird sie ihren Drittliga-Einsatz immer mit dieser hohen Niederlage verbinden“, meint Christoph Nisius. Sein Team hat nun eine Woche Spielpause. Am 10. November gastiert dann die Bundesliga-Reserve des Buxtehuder SV. Ob dann der Wismarer Trainer noch auf der Bank sitzen wird, steht in den Sternen. Nisius, der erst vor einem Jahr von den selbsternannten Raubmöwen aus Travemünde zur TSG wechselte, schlägt sich mit dem Gedanken herum, die Brocken in Wismar hinzuwerfen.

Peter Preuß

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23.10.2018