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Sport Nächster Kracher wartet auf die TSG-Damen
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12:13 20.12.2018
Svea Pinkohs (am Ball) warf im Hinspiel gegen den Farnkfurter HC drei Tore. Am Sonnabend ist sie wieder im Aufgebot. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Nachdem die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar vergangenen Sonnabend sensationell den Tabellenzweiten HSG Jörl Doppeleiche Viöl mit 25:24 besiegt haben, wartet bereits schon morgen der nächste Kracher auf die Hansestädterinnen. Die Schützlinge von Trainer Christian Lander (32) treffen im ersten Spiel der Rückrunde auf den Traditionsverein Fankfurter HC. Das Team wird von Trainer Wolfgang Pötzsch (35 A-Länderspiele) betreut. Ihm zur Seite als Berater steht Dietmar Schmidt. Er stand 242 mal in der Handballnationalmannschaft der DDR. Für den 32-jährigen Christian Lander eine weitere Bewährungsprobe. Denn der TSG-Vorstand hat nach der Trennung von Christoph Nisius die Suche nach einem neuen Trainer eingestellt. „Christian Lander wird das Team zusammen mit Maryna Bratenkova und Laura Blum bis zum Saisonende führen“, so Torsten Wehr, Präsident der TSG Wismar. Lander agiert nun in Doppelfunktion. Seit Beginn der neuen Saison ist er auch der sportliche Leiter der Handballabteilung. „Die Trainer, mit denen wir über eine mögliche Verpflichtung gesprochen haben, winkten alle ab. Die Aufgabe sei zu heikel wegen der miserablen Tabellensituation“, erklärt Wehr.

Ungeachtet dessen konzentriert sich Christian Lander weiterhin auf beide Aufgaben. „Es ist so wie es ist. Ich werde alles geben, damit unser Team in der dritten Liga bleibt“, gibt er sich kämpferisch. Obwohl seine Mannschaft am Sonnabend auch wieder nur krasser Außenseiter ist, fährt er mit seinem Team selbstbewusst nach Frankfurt an der Oder. „Wir wissen, dass uns wieder eine starke Mannschaft erwartet. Dass es im Handball schnell gehen kann, haben wir im Spiel gegen Hannover-Badenstedt gesehen. Wir verlieren deutlich mit 23:38 und eine Woche später gewinnen wir gegen den Tabellenzweiten mit einem Tor Unterschied. Wenn wir wieder einen guten Tag haben, ist alles möglich“, blickt der TSG-Trainer optimistisch voraus. Allerdings müssen seine Spielerinnen auch von der ersten Sekunde an hellwach sein und nicht so wie gegen Hannover Badenstedt die erste Halbzeit voll verschlafen. Damals lagen die Wismarerinnen bereits nach 16 Minuten mit 1:12 zurück. „Wir nehmen den Kampf an und haben allen gezeigt, dass wir mithalten können“, meint Christian Lander.

Das Hinspiel am 15. September gegen den FHC haben die Wismarerinnen mit 20:26 verloren. Beste Werferin bei den Frankfurterinnen war Rückraumspielerin Saskia Nühse. Sie erzielte neun Tore, das erste bereits in der zweiten Spielminute. Diese Führung gaben die Frankfurterinnen bis zum Schluss nicht mehr ab. Sie bauten sogar den Vorsprung auf acht Tore aus. Dass Saskia Nühse nicht nur alleine für das Tore schießen zuständig ist, zeigte das Spiel am vergangenen Sonntag gegen den SV Grün-Weiß Schwerin. Mit 40:13 verpasste der Frankfurter HC den Schwerinerinnen eine deutliche Klatsche. Während in dieser Partie Saskia Nühse nur vier Bälle ins Netz der Landeshauptstädterinnen versenken konnte, sprangen dafür Vanessa Plümer mit acht Treffern sowie Theresa Loll und Svetlana Kresovic mit je sieben Toren in die Bresche. Die 18-jährige Rechtsaußenspielerin Vanessa Plümer, die aus dem eigenen Nachwuchs kommt, ist mit 75 Treffern die erfolgreichste Vollstreckerin im Team des Frankfurter HC. Eine Sonderbewachung für sie ist nicht vorgesehen. „Das macht keinen Sinn. Wenn sie plötzlich fehlt, ist dann das Konzept über den Haufen geworfen“, begründet TSG-Trainer Christian Lander die Ablehnung dieser taktischen Variante.

Auch in diesem Spiel ist das TSG-Team personell gebeutelt. Vivien Bartlau und Celin Kellert fehlen weiterhin wegen Verletzungen. Steffi Laas, die zuletzt eine tolle Leistung ablieferte, steht auch nicht im TSG-Aufgebot. „Sie muss am Sonnabend arbeiten und kann leider aus verständlichen Gründen davon nicht befreit werden“, sagt Lander.

Übrigens: Die TSG-Geschäftsstelle auf dem Jahnplatz bleibt in der Zeit vom 24. Dezember bis zum 4. Januar 2019 geschlossen.

Peter Preuß

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