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17:55 14.02.2019
Vivien Millrath (am Ball) war im Hinspiel gegen den TSV Wattenbek mit acht Toren beste Werferin. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Nach dem überraschenden 21:19-Erfolg im letzten Spiel gegen den SC Alstertal-Langenhorn vor heimischer Kulisse wollen die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar auch in fremden Gefilden an diese Leistung anknüpfen. Am Sonntag um 17 Uhr gastieren die Schützlinge von Trainer Christian Lander (32) beim TSV Wattenbek. „Wir haben gut trainiert und sind dabei, unsere Blessuren auszukurieren. Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich nach diesem Sieg sehr gut“, sagt Lander. Natürlich wollen wir unsere Möglichkeiten nutzen, die wir haben. Bis auf das Spiel beim MTV Altlandsberg, das wir leider mit 17:30 verloren haben, sind wir mit zwei Siegen gut in die Rückrunde gestartet. Das gibt uns schon ein wenig Selbstvertrauen“, meint der 32-Jährige. Trotzdem verfällt der TSG-Trainer nicht in Selbstzufriedenheit. „Ich sehe nach wie vor Schwierigkeiten in den Abschlüssen. 21 Tore, wie gegen Alstertal-Langenhorn, werden in Wattenbek nicht ausreichen“, ist Christian Lander überzeugt. „Wir müssen Tore, Tore, Tore werfen“, fordert er von seinem Team. Im letzten Heimspiel hatten einige Leistungsträgerinnen noch Ladehemmungen oder machten wiederum in entscheidenden Situationen Abspiel- Fang- oder Schrittfehler. „Das darf uns nicht wieder passieren, wenn wir kein böses Erwachen erleben möchten“, warnt auch Co-Trainerin Maryna Bratenkova. Dass auch in Wattenbek alles möglich ist, darin sind sich beide verantwortliche Betreuer der TSG-Mannschaft einig.

Das Hinspiel in Wismar hatten die TSG-Damen - damals allerdings noch unter Trainer Christoph Nisius - denkbar unglücklich in der Schlussphase mit 29:31 verloren. Torjägerin Vivien Millrath, die nach ihrer Ellbogenverletzung ohne Manschette am Wurfarm wieder spielte, hatte immerhin acht der 29 geworfenen Tore erzielt. Dennoch ging sie mit sich selbst hart ins Gericht. „In der letzten Minute haue ich den Ball oben drüber und kriege noch eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. In Unterzahl war es dann sehr schwer, das Spiel noch herumzureißen“, erinnert sich die 30-jährige Rückraumspielerin. Wattenbeks Trainer Andreas Juhra sprach nach der Partie auch von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft: „Es hätte auch unentschieden ausgehen können.“

Doch dieses Punktspiel haben die Wismarerinnen längst abgehakt. „Damit beschäftigen wir uns nicht mehr“, versichert der TSG-Trainer. Und weiter: „Wir haben Anfang Januar gegen Wattenbek bei einem Blitzturnier in Vorbereitung auf die Rückrunde gespielt und wissen, was auf uns zukommt.“

Wattenbek - in der Gemeinde leben rund 3000 Einwohner - wird oft verglichen mit dem kleinen gallischen Dorf aus den Comic-Heften von Albert Uderzo und René Goscinny. Unbeugsam wiederstehen die Hauptfiguren Asterix und Obelix den römischen Invasoren. Standhaft behauptet sich der TSV Wattenbek in der dritthöchsten deutschen Spielklasse gegen hoch angesehene Konkurrenten mit großer Tradition oder großem Portemonnaie. Im Frühjahr 2017 aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein als Meister in die dritte Liga aufgestiegen, schaffte das von Andreas Juhra trainierte Team als Neuling nach einer nervenaufreibenden ersten Spielzeit erst spät den Klassenerhalt. Beim Sieg im Abstiegskrimi beim SV Grün-Weiß Schwerin war auch der prominenteste Fan der Mannschaft dabei. Der im Kreis Rendsburg-Eckernförde aufgewachsene schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der selbst in seiner Jugend Handballer war, feierte mit dem Wattenbeker Team den Klassenerhalt. Auch im zweiten Jahr haben die „Peitschen“ mit dem Abstieg nichts zu tun. Sie rangieren mit 17:9-Punkten auf Platz fünf der Tabelle - die TSG Wismar mit acht Punkten auf dem zehnten Platz.

Peter Preuß

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