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Sport TSG-Damen krasse Außenseiter gegen Spitzenreiter
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Erwischt TSG-Torhüterin Justine Spierling wieder einen starken Tag wie gegen die HG OKT?. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Morgen am Sonnabend um 16 Uhr empfangen die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar das Team von Junge Wilde Hannover-Badenstedt. In diesem Spiel sind die Schützlinge von Interimstrainer Christian Lander krasse Außenseiter. Die Gäste aus Niedersachsen sind Spitzenreiter und haben auf dem Konto bereits 16:2-Punkte. Die Wismarerinnen rangieren mit 2:16-Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur Eintracht Hildesheim liegt hinter den Hansestädterinnen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Gegen dieses Team konnten die TSG-Damen bisher den einzigen Sieg verbuchen.

Die „Jungen Wilden“ haben sich diesen Spitznamen selber gegeben. Hervorgegangen ist das Team aus der HSG Hannover-Badenstedt. Das war die Handballspielgemeinschaft der beiden Badenstedter Vereine TV Badenstedt und Badenstedter SC. Die erste Frauenmannschaft spielte ab der Saison 2016/17 in der 2. Handball-Bundesliga. Vor sechs Jahren gewann die weibliche B-Jugend die deutsche Meisterschaft. Nach der Saison 2017/18 zog sich Hannover aus finanziellen Gründen freiwillig aus der 2. Bundesliga zurück. Bereits Ende 2017 hatte der Badenstedter SC die HSG-Mitgliedschaft aufgekündigt. Somit blieb nur noch ein Stammverein übrig - der TV Badenstedt. Seit dem starten die Handballmannschaften unter dem Namen TV Hannover-Badenstedt. Die ersten Frauen gaben sich den Namen „Junge Wilde“ Hannover Badenstedt und wagten nun den Neuanfang in der 3. Liga.

Vor einer Woche schockte das Team von Trainer Christian Hungeecker die Bundesliga-Reserve des Buxtehuder SV. Die Buxtehuder Mädels, die von der Ex-Wismarerin Heike Axmann betreut werden, mussten die Heimreise mit einer 26:34-Niederlage aus Hannover antreten.

Auch wenn die „Jungen Wilden“ derzeit kaum zu stoppen sind, reist das Team mit Respekt nach Wismar. „Wir sind im Moment gut drauf, wissen aber auch, dass wir unsere Form jede Woche neu erarbeiten müssen. Eine Fahrt nach Wismar ist immer eine schöne und zugleich herausfordernde Angelegenheit. Tabellenstände sind dabei nebensächlich“, so Hungeecker. Und weiter: „Die TSG hat eine ganz solide Spielanlage und immer wieder starke Phasen, die wir beobachtet haben. Trotzdem und deswegen fahren wir mit einem gesunden Selbstbewusstsein in die Hansestadt.“

Die Wismarerinnen sind also gewarnt, wollen sich aber nicht verkriechen. „Wir werden alles geben und wissen, was auf uns zukommt. Natürlich wird das für uns eine schwierige Aufgabe. Vielleicht gelingt uns ein Kunststück“, gibt sich TSG-Trainer Christian Lander vor der Partie kämpferisch. Die Gäste aus Hannover hat er allerdings persönlich nicht unter die Lupe nehmen können. „Ich kenne das Team nur aus der Videoanalyse“, sagt Lander. Personell ist der Trainer zudem arg gebeutelt. Die schwere Verletzung von Vivien Bartlau im Auswärtsspiel beim SC Alstertal-Langenhorn vor zwei Wochen hat sich nun bestätigt. „Das Kreuzband und das Seitenband sind gerissen“, so die Linksaußen-Spielerin. Somit ist für sie die Saison gelaufen. Auch Celin Kellert fällt für vier bis sechs Wochen aus. Sie hat sich im letzten Spiel gegen die HG OKT am Finger verletzt.

Peter Preuß

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