Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sport TSG-Männer behalten kühlen Kopf im ruppigen Spiel
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Sport TSG-Männer behalten kühlen Kopf im ruppigen Spiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Tom Koop war mit neun Treffern bester Vollstrecker im TSG-Team. Drei Tore erzielte er vom Siebenmeterpunkt. Quelle: Foto: Horst Schreiber
Grimmen/Wismar

In einer umkämpften Partie mussten die Handballer der TSG Wismar viel Widerstand des gastgebenden HSV Grimmen brechen, um auch dieses Auswärtsspiel in der MV-Liga zu gewinnen. Nach 60 spannenden Minuten hatten sie aber auch diese Hürde genommen und mit 29:24 erfolgreich die Hinrunde beendet. Kurzfristig mussten die Wismarer auf Hannes Jehring verzichten. Aber die Mannschaft ist schon so weit gefestigt, dass sie Ausfälle gut kompensieren kann. Und so startete die TSG-Sieben selbstbewusst in die Partie. Dabei zeigten sich die Spieler vor allem im Angriff sehr spielfreudig. Dort wurde sehr konzentriert und variabel agiert. So konnten sie über ein 5:2 (6.) ihre Führung frühzeitig ausbauen und sich etwas von den Gastgebern absetzen. Das 11:6 (15.) sollte für den weiteren Spielverlauf Sicherheit geben. Zu diesem Zeitpunkt zog der Trainer des HSV Grimmen die Grüne Karte, um den Lauf der Gäste zu stoppen. Auch die Gastgeber mussten durch Verletzungen auf einige Stammkräfte verzichten. Durch die Umstellung auf der Spielmacherposition versuchten sie jetzt, die Wismarer Abwehr vor neue Aufgaben zu stellen. So ganz verfehlte diese Maßnahme auch nicht ihre Wirkung. Grimmen gelang es, die TSG-Deckung mehr in Bewegung zu bringen und dadurch zogen sie einige Strafen für die Gäste. Diese überstanden die ersten Unterzahlsituationen aber noch unbeschadet, weil sie ihre Angriffe weiter geduldig spielten und auf ihre Chancen warteten. Beim 14:9 (27.) für die TSG hatte der Fünf-Tore-Vorsprung weiterhin Bestand. Dann aber mussten gleich zwei Wismarer Spieler auf die Strafbank und der HSV nutzte dies, um auf 12:14 (29.) zu verkürzen. Weiter ließen die Gäste den Gegner aber nicht herankommen, erzielten ihrerseits kurz vor der Pause das 15:12. Damit ging es dann für beide Mannschaften in die Kabinen.

„Wir haben sehr gut begonnen und uns frühzeitig etwas Luft verschafft. Dann aber ließen wir uns zu sehr in Zweikämpfe in der Abwehr verstricken, was zu den Strafen führte. Dadurch ließen wir Unruhe in unser Spiel kommen, was nur dem HSV in die Karten spielte“, fasste Trainer Sven Hünerbein die erste Halbzeit zusammen. Das „Abkühlen“ in der Pause tat Wismars Spielern scheinbar gut. Wieder erwischten sie den besseren Start und konnten etwas mehr Luft zwischen sich und den Gastgebern legen. 19:14 (38.) hieß es und auch die Strafen gegen die TSG-Bank konnten sie kompensieren. Dem HSV fiel es in dieser Phase schwerer, ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Die Gäste deckten etwas offensiver und so störten sie immer wieder den Aufbau des HSV. Dazu steigerte sich Andreas Link im TSG-Tor, der vor allem im Siebenmeterduell die Grimmener Spieler entnervte. Gleich vier von fünf Strafwürfen konnte er entschärfen. Und ein zweiter Trumpf stach. Malte Meiser, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, wusste seine Chancen zu nutzen und erzielte drei Treffer. So konnte sich die TSG weiter absetzen und beim 26:19 (51.) befanden sie sich auf der Siegerstraße. Trotz der deutlichen Führung wurden die Angriffe weiter gut ausgespielt. Einzig die Chancenverwertung verhinderte, dass der Abstand gehalten werden konnte. So gelang den nie aufsteckenden Gastgebern zum Ende noch eine Resultatsverbesserung. Aber an dem 29:24-Erfolg für die Wismarer Handballmänner konnte das auch nichts mehr ändern. So buchten sie zwei weitere Punkte in der Fremde. „Die Mannschaft hat sich durch viele knifflige Momente in dem Spiel gebracht. Im Angriff spielten wir über lange Zeit sehr geduldig, aber zielstrebig. In der Abwehr waren heute einige Pausen, aber das hat die Mannschaft mit sehr viel Herzblut kompensiert“, so die Analyse von Sven Hünerbein.

Mit 19:1-Punkten ist die Hinrunde fast abgeschlossen, nur das Spiel gegen Stralsund muss noch nachgeholt werden. Damit stehen die TSG-Männer für ein paar Tage auf Platz eins in der Tabelle. Am Sonnabend startet aber bereits die Rückrunde. Da führt die Fahrt dann zum SV Einheit Demmin.

TSG: Link, Robitt; Dettmann, Meiser 3, Boos 3, Schrimpf 2, Seidel 2/2, Lürbke, Köhler 2, Blom, Hünerbein 8, Koop 9/3

Sven Meyer

Die Handballer der TSG Wismar wollen auch in ihrem letzten Spiel der Hinrunde in der MV.Liga siegreich bleiben und den zweiten Tabellenplatz verteidigen.

Die Drittliga-Handballerinnen wollen heute Abend zu ungewohnter Spielzeit um 20.30 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße den Bock umstoßen und endlich wieder nach sechs Niederlagen in Folge zwei Punkte erkämpfen.

Triumph für die Radrenner des SV Dassow bei den Landesmeisterschaften im Radcross.