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Sport TSG-Männer drehen nach der Pause auf
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13:57 04.02.2019
Tom Koop war der überragende Spieler im TSG-Team beim TSV Bützow. Er warf insgesamt 14 Tore. Quelle: Foto: Dietmar Albrecht
Bützow/Wismar

Viel Geduld brauchten die Handballer und Fans der TSG Wismar beim TSV Bützow. Denn die Gastgeber leisteten im Spiel in der MV-Liga 50 Minuten große Gegenwehr und hielten die Partie bis zu diesem Zeitpunkt offen. Erst in den letzten zehn Minuten setzten sich die konditionellen Vorteile der TSG durch und so gewannen sie dieses Spiel noch deutlich mit 29:19.

Freundschaftliche Verbindungen gibt es zwischen den Mannschaften aus Bützow und Wismar, aber diese ruhten für dieses Spiel. Denn beide Teams brauchten die Punkte und so entwickelte sich von Beginn an eine lange Zeit spannende und ausgeglichene Partie. Der Start gestaltete sich dabei etwas zäh auf beiden Seiten. Vor allem die Angriffsreihen hatten ihre Schwierigkeiten, sich gute Wurfpositionen zu erspielen. Das belegt auch der Zwischenstand von 4:3 für die TSG in der 11. Minute. „Im Angriff fehlte es uns an Dynamik in den Aktionen. Auch wollten wir es manchmal zu sehr erzwingen, statt geduldig die Chance zu erspielen“, sah Trainer Sven Hünerbein die Probleme in dieser Phase des Spiels. So blieben einige Angriffe ohne eigenen Erfolg und die Gastgeber hielten Anschluss. Die Bützower nutzten für ihre Angriffe die gesamte Breite des Feldes. Dadurch boten sich ihnen Lücken in der Wismarer Deckung. „Wir verschoben nicht so gut zur Ballseite, das können wir besser“, äußerte TSG-Spieler Hannes Jehring nach dem Spiel. Beim 6:5 für die TSG zog Trainer Hünerbein eine Auszeit. Diese brachte einen kleinen Ruck durch die Wismarer Reihen, denn in den folgenden Minuten konnten sie sich auf 9:6 leicht absetzen. Aber es war nur ein kleines Strohfeuer. Nach der Auszeit des TSV mussten die Gäste wieder den Anschluss zum 9:10 (26.) zulassen. Jetzt war wieder die TSG am Zug. Ein Drei-Tore-Lauf sorgte für eine 13:9-Führung kurz vor der Pause, dem nur noch ein Treffer der Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff folgte. So nahm das Wismarer Team einen leichten Vorsprung in die zweite Hälfte. Die 235 Zuschauer, darunter auch wieder viele TSG-Anhänger, durften sich auf weitere spannende 30 Minuten freuen.

Besser aus der Pause kamen dann aber erstmal die Bützower Spieler. Schnell gelang es ihnen, den Rückstand aufzuholen und den Ausgleich zum 13:13 (33.) zu erzielen. Erst jetzt waren auch Wismars Spieler in der zweiten Halbzeit angekommen und konnten durch Tom Koop mit 14:13 (34.) in Führung gehen. In den folgenden Minuten blieb es eng zwischen beiden Mannschaften. Beide Seiten arbeiteten engagiert in der Deckung, ließen im Angriff aber auch einige Chancen liegen. So ging es im Gleichschritt weiter, die TSG legte vor und die Gastgeber zogen nach. Aber die Wismarer Sieben geriet nicht in Rückstand und konnte sich dann leicht befreien – 21:18 (49.). Das 19:21 (49.) sollte dann der letzte Treffer der Bützower bleiben. Die letzten zehn Minuten des Spiels lebten die Gäste von dem Vorteil, dass sie während der Partie schon viel durchgewechselt hatten. So waren sie in der entscheidenden Phase des Spiels frischer und setzten die TSV-Spieler in deren Angriffe enorm unter Druck. Jeden Ballgewinn bestraften die Hansestädter konsequent und so vergrößerten sie ihren Vorsprung innerhalb kürzester Zeit auf 28:19 (57.). Das letzte Tor des Spiels war dann dem Jüngsten auf TSG-Seite vorbehalten. Hannes Langpap verwandelte einen Siebenmeter sicher zum 29:19, dem Endstand. Für ihn ein besonderes Spiel, da er zu dieser Saison aus Bützow nach Wismar gewechselt ist. „Ich war gar nicht so aufgeregt, obwohl ich mich sehr auf dieses Spiel gefreut habe“, sagte er nach der Partie. Für den Wismarer Trainer Sven Hünerbein war es ein verdienter Sieg, der aber aus seiner Sicht zu hoch ausfiel. „Über 50 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel, auch, weil wir nicht immer so agiert haben, wie wir uns das vorstellen. Hinten heraus hatten wir mehr Möglichkeiten von der Bank und dadurch konditionell mehr zuzusetzen. Aber Bützow hat weitaus mehr Potenzial, als es die Tabelle derzeit aussagt“, lobte Sven Hünerbein die Gastgeber nach dem Abpfiff.

In der Tabelle hat sich trotz des Sieges nicht viel verändert. Denn auch Ligaprimus Güstrower HV konnte sein Spiel in Ribnitz gewinnen. So liegen Wismars Handballer mit 27:3 Punkten weiterhin zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter auf Platz zwei in der Tabelle. Das nächste Spiel bestreitet die TSG Wismar dann in zwei Wochen. Am 16. Februar geht es im Viertelfinale des Landespokals in eigener Halle gegen den HSV Grimmen II um den Einzug ins Final-Four.

TSG: Link, Robitt; Dettmann, Meiser, Boos, Schrimpf 2, Seidel 2, Jehring 2, Köhler, Lürbke, Hünerbein 5, Maske 2, Langpap 2/1, Koop 14/4

Sven Meyer

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