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Sport TSG-Männer siegen bei Drittliga-Reserve
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Andreas Link glänzte mit einigen Paraden im Tor der Wismarer TSG-Handballer. Die Hansestädter gewannen mit 27:23 bei den Mecklenburger Stieren II.
Schwerin/Wismar

Zum Ende ihrer kürzesten Auswährtsfahrt konnten die Handballer der TSG Wismar jubeln. Was nach einer klaren Angelegenheit zur Halbzeit aussah, wurde durch schlechtes Abschlussverhalten der Wismarer Spieler in Hälfte zwei noch einmal spannend gemacht. So konnte der Sieg bei der Reserve der Mecklenburger Stiere Schwerin in der MV-Liga erst in der letzten Minute gesichert werden. Mit 27:23 nahmen Wismars Handballer beide Punkte mit auf die Rückreise.

Großes Interesse fand die Begegnung zwischen beiden Teams, die Halle war mit 170 Zuschauern gut besucht. Darunter auch 40 Gästefans, die während der gesamten Spielzeit ihre Mannschaft unterstützten. „Das war schon Heimspielatmosphäre“, meinte TSG-Spieler Tom Koop nach der Partie. Abwechslungsreich verliefen dann die ersten Minuten. Den ersten Treffer des Spiels erzielten die Stiere, bis zum 3:3 (6.) blieben beide Teams im Gleichschritt. Dann griff das Abwehrspiel der Gäste. Sie konnten das gefährliche Kreisspiel der Schweriner unterbinden und zwangen sie zu Würfen aus dem Rückraum. Einziges Manko im Spiel der TSG war die Qualität ihrer Abschlüsse. Mehrfach scheiterten sie, trotz gut herausgespielter Möglichkeiten. So war es auch nur eine 10:7-Führung (21.) für die Hansestädter.

Die letzten Minuten bis zur Pause gehörten dann aber ganz dem Wismarer Team. In der Defensive erzwangen sie Fehler auf Seiten der Gastgeber. Was dann noch auf das Tor kam, war Beute des starken Andreas Link im Tor der TSG. Und nun wurden die Ballgewinne auch konsequent genutzt. Schnell ging es in den Gegenstoß und der Abstand wuchs stetig an. Die Gäste führten zur Halbzeit mit 17:9. Alles schien nach Plan zu laufen. „Eine starke Abwehr war Grundlage für die deutliche Führung zur Pause. Jedoch haben wir in den ersten dreißig Minuten schon einige gute Chancen vorn liegen lassen“, resümierte Trainer Maik Robitt die erste Halbzeit.

Den Beginn von Hälfte zwei hatten sich die Verantwortlichen auf der Wismarer Bank dann aber anders vorgestellt. Im Angriff wurde unvorbereitet abgeschlossen und sich zu sehr in Einzelaktionen verstrickt. Das ermöglichte den Gastgebern, über schnelles Konterspiel erfolgreich zu sein. Dazu kamen einige Minuten Unterzahlspiel, das die Stiere für sich zu nutzen wussten. Somit war beim 17:15 (37.) das Spiel wieder offen. Wismars Trainer stellten jetzt wieder um, wollten damit das eigene Spiel wieder stabilisieren. Und das zahlte sich aus. Mit dem 24:17 (47.) hatten sie sich wieder deutlich vom Gegner abgesetzt. Besonders die Abwehr war es, die die TSG in dieser Phase auf die Siegerstraße brachte. Hannes Jehring unterband viele Aktionen der Gastgeber und leitete damit Gegenstöße seiner Mannschaft ein. Den Rest erledigte Andreas Link im Tor, der über die gesamte Spielzeit schwer zu bezwingen war. „Mit Linki und Paul haben wir ein starkes Duo zwischen den Pfosten. Beide arbeiten im Team und fördern sich gegenseitig zu starken Leistungen“, freut sich Torwarttrainer Michael Funke über die Entwicklung der beiden.

In den letzten zehn Minuten passierte dann nicht mehr ganz so viel auf dem Feld. Wismar vergab mehrfach die Chance, dass Spiel deutlicher für sich zu entscheiden und die Gastgeber versäumten es, den Abstand weiter zu verkürzen. Erst das 26:22 (60.) durch Hannes Jehring machte dann den Deckel auf die Partie. Am Ende konnten die TSG-Handballer einen weiteren Sieg einfahren – mit 27:23 gingen beide Punkte in die Hansestadt.

„In der zweiten Halbzeit war unser Abschlussverhalten unterirdisch, das sollte so nicht wieder passieren. Da muss jeder Spieler an sich selbst arbeiten. Aber man sieht der Mannschaft auch an, dass sie gewillt ist, sich aus schwierigen Situationen gemeinsam rauszuholen. Das zeichnet die Jungs aus“, so das Fazit von Trainer Maik Robitt.

Mit 11:1-Punkten bleibt die TSG Wismar damit Tabellenführer der MV-Liga. Bereits am kommenden Sonnabend will das Team im Auswärtsspiel beim Stavenhagener SV, diese erfolgreich verteidigen. TSG Wismar: Link, Robitt; Dettmann, Meiser 1, Lübkemann 1, Schrimpf 5, Seidel, Lürbke 1, Jehring 2, Köhler 1, Hünerbein 9/1, Koop 7/3.

Sven Meyer

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