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Sport TSG krasser Außenseiter gegen Bundesliga-Reserve
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TSG-Rückraum-Spielerin Svea Pinkohs (am Ball) gibt sich vor der Partie gegen die Bundesliga-Reserve des Buxtehuder SV kämpferisch. Quelle: Daniel Koch
Wismar

Zwei Wochen Zeit hatten die TSG-Damen, um sich von der herben Heimpleite gegen Henstedt-Ulzburg (19:35) zu erholen. Doch schon morgen wartet mit der Bundesliga-Reserve Buxtehuder SV der nächste schwere Brocken auf die Wismarer Drittliga-Handballerinnen. Alles andere, als eine Niederlage, käme einer Überraschung gleich. Das ist auch dem TSG-Trainer Christoph Nisius bewusst. „Wir haben nichts zu verlieren. Buxtehude kommt als haushoher Favorit nach Wismar. Das Team spielt in der dritten Liga immer oben mit und ist zurzeit Dritter in der Tabelle“, so Nisius. „Die Mädels, die dort auf der Bank sitzen, sind bestens ausgebildet. Ebenso hat Buxtehude immer sehr starke Torhüterinnen. Wir dagegen haben nur einen kleinen Kader zur Verfügung“, ergänzt der TSG-Trainer.

Obwohl er mit seinem Team die Niederlage gegen Henstedt-Ulzburg analysiert und abgearbeitet hat, sei die Pleite nicht gänzlich aus den Köpfen seiner Spielerinnen. „Die wirkt immer noch nach“, hat Christoph Nisius festgestellt. „Wenn wir uns wieder so präsentieren, wie gegen Henstedt-Ulzburg, dann wird es eine ähnliche Klatsche geben“, meint der Trainer. Hinzu komme der Druck von Außen, der auf die Mannschaft und den Trainer lastet. „Wir sind nicht unbefangen. Es ist eine Situation, die keinem Spaß macht und die Freude am Arbeiten nimmt“, erklärt Nisius.

Personell ist das TSG-Team gegen Buxtehude auch noch arg gebeutelt. Nachdem Torjägerin Vivien Millrath ihre Verletzung am Wurfarm auskuriert hat, fällt sie vermutlich schon wieder für einige Wochen aus. „Vivien hat eine Entzündung im Fuß“, so der Trainer. Aber auch Christin Wolter und Julia Marten werden morgen fehlen. Die Grippe hat Wolter erwischt und Marten hat einen Einsatz in der Bundesliga mit der U 17 bei Grün-Weiß Schwerin. Die 16-Jährige feierte gegen Henstedt-Ulzburg ihren Einstand in der 3. Liga der Frauen und konnte sogar zwei Bälle ins gegnerische Tor versenken. Christoph Nisius hat somit nur noch neun Spielerinnen zur Verfügung. Keine guten Voraussetzungen, um morgen gegen die Bundesliga-Reserve zu bestehen. Zuletzt gewann die Mannschaft bei Grün-Weiß Schwerin mit 35:20-Toren. Da hatten auch die Landeshauptstädterinnen keine Chance.

Doch so leicht wollen die TSG-Frauen es den Buxtehuderinnen nicht machen. „Wir wissen, was unser Ziel ist. Die letzten verlorenen Spiele müssen wir aus unseren Köpfen herausbekommen. Wir schauen nur nach vorne“, sagt die Rückraum-Spielerin Svea Pinkohs. Sie gehört mit ihren 29 Jahren zu den erfahrenen Spielerinnen im Team. „Warum soll uns nicht gerade gegen den hohen Favoriten Buxtehude eine Überraschung gelingen“, fragt sie. „Wenn wir zusammenstehen, dann ist auch Buxtehude zu schlagen. Das gelang ja auch HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen. Das Team gewann zu Hause mit 18:15. Wir werden alles geben und hoffen auf viele Zuschauer auf den Rängen, die uns lauthals den Rücken stärken. Vielleicht können wir dann nach Spielende gemeinsam feiern“, gibt sich Svea Pinkohs kämpferisch vor der morgigen Drittliga-Partie.

Peter Preuß

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