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Sport TSG siegt und ist wieder im Rennen
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14:41 10.02.2019
Riesenjubel nach dem Schlusspfiff. Die TSG-Damen bilden einen Kreis und tanzen auf dem Parkett. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Wer hätte das gedacht: Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar können nach der 17:30-Klatsche beim Mitabstiegskandidaten MTV Altlandsberg vor einer Woche noch gewinnen. Das Team von Coach Christian Lander (32) und Co-Trainerin Maryna Bratenkova besiegte in der Sporthalle an der Bürgermeister-Hauptstraße den Tabellensiebten SC Alstertal-Langenhorn überraschend mit 21:19. Das Hinspiel hatten die Wismarerinnen beim Trainereinstand von Christian Lander mit 25:33 verloren. Der Jubel nach der Schlusssirene kannte auf dem Parkett und auf den Rängen keine Grenzen mehr. Die 360 Zuschauer, die bei diesem Drittligapunktspiel dabei waren, hatten ihr Kommen nicht bereut. Mit stehenden Ovationen feierten sie das Team um Mannschaftskapitänin Justine Spierling. Die 28-jährige Torfrau bot eine klasse Leistung, parierte 15 Bälle und brachte damit die Gäste fast zur Verzweiflung. „Heute war das Glück nach einem Pfostentreffer auch mal auf unserer Seite. Das hatten wir sonst nicht. In der Abwehr haben wir besser zugepackt. Das hat Spaß gemacht“, freute sich Justine Spierling.

Während sie im TSG-Kasten der absolute Rückhalt war, glänzte Steffi Laas als Vollstreckerin. Die 1,70 Meter große Kreisspielerin befreite ihr Team mit ihrem insgesamt siebenten Tor endgültig von der Angst, in der Schlussminute den Sieg noch aus der Hand geben zu müssen. Denn 54 Sekunden vor Ende konnte Svea Pinkohs zum Entsetzen ihrer Mitspielerinnen und Zuschauer den Siebenmeter nicht erfolgreich abschließen. Die Rückraumspielerin traf nur den Pfosten. Doch im Gegenzug kamen die Wismarerinnen wieder an den Ball. Pfeilschnell pirschte Steffi Lass nach vorne und wurde passgenau angespielt. Eiskalt verwandelte sie den Ball zum 21:19. „Wir haben es wieder sehr spannend gemacht. Jeder hat gesehen, dass wir unbedingt die Punkte holen wollten und dass wir bis zum Ende gekämpft haben“, sagte sie noch ganz außer Puste nach der Ehrenrunde auf dem Parkett. „Nun sind wir wieder im Rennen und können aus eigener Kraft den Abstieg verhindern“, freute sich Christin Wolter, die drei Tore zum Erfolg ihrer Mannschaft beitrug. Allerdings hatte sie auch bei einigen Abschlüssen nicht immer das richtige Augenmaß oder verlor den Ball durch Fang- und Abspielfehler.

Trainer Christian Lander hatte sein Team zu Beginn der Partie etwas umgestellt. Er ließ in der Anfangsphase Svea Pinkohs für Jennifer Martin auf Rechtsaußen ran. Doch dort war sie wirkungslos, wurde aber auch selten angespielt. Stattdessen zogen die Gäste ihre Kreise und bestimmten das Geschehen auf dem Parkett, machten aber auch viele Abspiel- Fang- oder Schrittfehler, von denen die Gastgeberinnen vor allem in der ersten Halbzeit profitierten. Dennoch dauerte es bis zur 25. Minute, ehe die Wismarerinnen nach dem 1:1 (4.) von Sarah Dürl wieder den Ausgleich durch Svea Pinkohs schafften (8:8). Bis zur Halbzeit war das Spiel ausgeglichen (10:10). Nach der Pause ging dann auf den Rängen das Rätseln los, ob die Kraft und Puste bei den Schützlingen von Trainer Lander auch für die restlichen 30 Minuten ausreichen würden. Obwohl die Spielerinnen von Gästetrainer Olaf Schimpf gleich nach dem ersten Angriff wieder in Führung gingen (11:10), ließen sich die Hansestädterinnen nicht abschütteln. Pinkohs sorgte für den 11:11-Ausgleich (32.). Danach übernahmen die TSG-Damen die Führung, die sie sogar teilweise auf vier Tore (20:16, 50.) ausbauen konnten und bis zum Schluss nicht mehr abgaben.

Eine Schrecksekunde erlebte Vivien Millrath. Sie wurde in der 18. Minute von Melina Dahms rüde zu Boden gestoßen, so dass die Wismarerin mit voller Wucht mit ihrer rechten Schulter auf das Parkett prallte. Es dauerte etwa zwei Minuten, ehe sie wieder aufstehen und weiter spielen konnte. Dahms musste für dieses grobe Foul zwei Minuten auf die Strafbank. „Im Angriff lief leider auch nicht wieder alles gut. Wir wussten aber, dass wir von Altlandsberg etwas gut zu machen hatten. Das ist uns gelungen“, strahlte die 30-jährige Rückraumspielerin.

Völlig geschafft war nach der Partie Trainer Christian Lander. „Es war eng. Wir haben uns wieder selber das Leben schwer gemacht, aber eine fantastische erste Halbzeit gespielt und sind gut in die zweite Halbzeit reingekommen. Endlich hat sich die Mannschaft dafür auch belohnt“, so seine Analyse.

Mit diesem Sieg sind die Wismarerinnen im Rennen um den Klasseenerhalt wieder dabei. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur noch ein Punkt.

Peter Preuß

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