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Mittleres Mecklenburg Streit um Schlosskeller-Verfüllung: Prüfung von Alternative
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Streit um Schlosskeller-Verfüllung: Prüfung von Alternative
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08:42 07.09.2018
Arbeiter sind hinter einem Zaun am Schlosskeller zu sehen. Quelle: Winfried Wagner/archiv
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Neustrelitz/Schwerin

Im Streit um die geplante Verfüllung des Schlosskellers in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) bahnt sich ein Kompromiss an. Nach einer Beratung der Stadtvertreter mit dem Schweriner Finanzministerium am Donnerstagabend prüfen beide Seiten eine neue Variante, wie der denkmalgeschützte Keller auf dem Schlossberg gesichert werden soll, erklärte eine Stadtsprecherin am Freitag in Neustrelitz. Dabei könnte der Keller mit einer Stahlbetondecke überspannt werden, die in eine spätere Bebauung einbezogen werden soll. Zudem wurde vorgeschlagen, einen Turm in Anlehnung an die frühere Bebauung zu errichten, um verloren gegangene historischen Sichtachsen wiederherzustellen.

Mecklenburg bestand bis 1918 aus den Herzogtümern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin. Das Neustrelitzer Residenzschloss war im April 1945 aber ausgebrannt. Die Ruinen ließ die SED-Führung 1949 sprengen und abtragen. Nun ist das Land Mecklenburg-Vorpommern Eigentümer von Schlossberg, vieler Immobilien und des Schlossparks.

Der Brand und die Sprengung durch die Kommunisten nahmen der Stadt ihr historisches wie kulturelles Zentrum, hatte Landesfinanzminister Mathias Brodkorb (SPD) bereits erklärt. Ihm liege viel daran, den „ewigen Streit“ zwischen Neustrelitz und Schwerin zu beenden.

Das Land wollte den Schlosskeller mit rund 40 Räumen mit Spezialsand verfüllen lassen. Die Kelleroberfläche sollte so gestaltet werden, dass Schlossumrisse erkannt werden. Dafür waren rund 1,2 Millionen Euro eingeplant. Gegen die Verfüllung regte sich starker Widerstand. Experten zufolge ist die gesamte denkmalgeschützte Architektur der Stadt auf den Park mit Schlossanlage abgestimmt.

dpa/mv

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