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Mittleres Mecklenburg TSG-Handballer lassen zu Hause nichts anbrennen
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg TSG-Handballer lassen zu Hause nichts anbrennen
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Marc Hünerbein war mit neun Toren wieder bester Schütze im Team der TSG Wismar. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die Handballer der TSG Wismar im Heimspiel gegen den HC Vorpommern-Greifswald. Von Beginn an in Führung liegend, fuhren sie, vor gut besuchten Rängen und gegen mutig agierende Gäste, einen 31:20 Erfolg ein.

Nach Wochen von Auswärtsspielen gab es für die Wismarer Handballfans endlich wieder ein Heimspiel ihrer TSG- Männer zu sehen. Und 250 Zuschauer füllten die Ränge der Sporthalle und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Die Gastgeber starteten sehr konzentriert in die Partie. Hinten ließen sie nichts zu und im Angriff spielten sie diszipliniert. Das Ergebnis war eine 4:0 Führung (6.). In den folgenden Minuten schenkten sich beide Mannschaften nichts auf dem Feld. Auf beiden Seiten wurde sehr körperlich agiert, oftmals an der Grenze des Erlaubten. Das unterbanden die beiden Schiedsrichter, sie vergaben frühzeitig Zeitstrafen. Die TSG-Mannschaft konnte den Vorsprung aber auch trotz Unterzahlspiel ausbauen – 11:4 (16.). Bereits zu diesem Zeitpunkt schickten Wismars Verantwortliche junge Spieler aus dem Kader auf die Platte. Sie sollten weitere Erfahrungen sammeln und der weitere Spielverlauf zeigte, dass sie ihre Chancen zu nutzen wussten. „Natürlich freut es uns, wenn die Jungs ihre Zeiten nutzen. Da sind auch Fehler erlaubt, nur so können sie lernen. Und wie sich die „Alten“ auf der Bank für die Erfolge der „Jungen“ freuen, zeigt den Mannschaftsgeist dieser Truppe.“ sieht sich Sven Hünerbein in der Philosophie des Trainerteams bestätigt. Bis zur Pause konnten sich die Gastgeber nicht weiter absetzen, auch, weil die Gäste weiter mutig spielten und sich ihre Tore verdienten. In die Pause ging es so mit einer 17:10 Führung für die TSG. In doppelter Unterzahl begann die zweite Hälfte dann für das Wismarer Team, aber von ihrer Zielstrebigkeit rückten sie deshalb nicht ab. Beim 23:13 (42.) durch Hannes Langpap betrug der Abstand erstmalig zehn Tore. Die Abwehr agierte jetzt auch wieder besser, da sie versuchte die Greifswalder Spieler früher zu stellen. Daraus entwickelten sich einige Gegenstöße, welche von den TSG-Spielern erfolgreich genutzt wurden. Das vielleicht schönste Tor des Tages erzielte dann Robert Köhler zum 28:16 (51.) Sein Treffer als Kreisspieler aus dem Rückraum ließ das Wismarer Publikum jubeln. In den verbleibenden Minuten blieb der Vorsprung konstant. Bereits zwei Minuten vor Ende der Partie erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen und ließen es in der Halle nochmal richtig laut werden, als Peter Dettmann das letzte Tor erzielte. Es war der Treffer zum 31:20 für die Gastgeber, dem Endstand in diesem Spiel. „Die Atmosphäre und Unterstützung von den Rängen ist riesig.“ gibt Andreas Link ein dickes Lob an die Fans und fügt an: „Wir wollen ihnen mit unseren Leistungen etwas zurückgeben. Bereitschaft und Wille muss daher immer bei 100% stehen, im Spiel und auch im Training.“.

17:1 Punkte weist die Bilanz der TSG Wismar jetzt auf, damit belegen sie weiterhin Platz zwei in der MV-Liga, hinter dem Güstrower HV. Am nächsten Samstag geht es dann wieder auf Reisen. Zum Abschluss der Hinrunde muss die TSG beim HSV Grimmen antreten.

TSG: Robitt, Link; Dettmann 2, Meiser 2, Lübkemann, Schrimpf 4, Seidel 1, Lürbke, Jehring 3, Köhler 2, Blom 1, Hünerbein 9/1, Langpap 2, Koop 5/2

Sven Meyer

Nach mehreren Spielen in der Fremde, dürfen sich Wismars Handballmänner mal wieder zu Hause präsentieren. Mit dem HC Vorpommern-Greifswald empfangen sie den aktuellen Tabellenelften der MV-Liga.

Die Drittliga-Handballerinnen müssen am Sonntag um 17 Uhr beim SC Alstertal-Langenhorn antreten. Es ist das erste Spiel nach der Trennung vom Trainer Christoph Nisius.

Der Vorstand der TSG Wismar hat am Dienstag die Reißleine gezogen und sich vom Handballtrainer der Drittliga-Frauen Christoph Nisius (35) getrennt.