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Mittleres Mecklenburg TSG zieht die Reißleine und trennt sich von Trainer Nisius
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg TSG zieht die Reißleine und trennt sich von Trainer Nisius
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Christoph Nisius ist nicht mehr Trainer der TSG Wismar. An der Seitenlinie legte er sich oft mit den Schiedsrichtern an. Quelle: Foto: Ralf Homburg
Wismar

Der Vorstand der TSG Wismar hat am Dienstag die Reißleine gezogen und sich vom Handballtrainer der Drittliga-Frauen, Christoph Nisius (35), getrennt. „Wir haben uns nach der Niederlage beim SV Grün-Weiß Schwerin einen Tag Zeit mit der Analyse gelassen und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Talfahrt mit Christoph Nisius an der Spitze als Trainer nicht gestoppt wird. Deshalb haben wir uns zu diesem Schitt entschlossen“, so TSG-Präsident Torsten Wehr.

Christoph Nisius geht aber nicht im Zorn aus Wismar. „In einem persönlichen Gespräch mit Präsident und sportlicher Leitung der TSG Wismar haben wir uns gemeinsam darauf verständigt, ab sofort sportlich getrennte Wege zu gehen“, sagt der 35-Jährige. „Nach guten Gesprächen trage ich dieses mit und denke, neue Impulse könnten dem Team guttun. Für den Abstiegskampf benötigt man gebündelte und konzentrierte Kräfte. Für mich als werdender Vater mit Stichtag 16. Dezember und der Pendelei aus Ostholstein nach Wismar und Volltagsjob in Hamburg war es eine hohe Belastung“, stellt er fest. Vielleicht müsse jetzt jemand kommen, der mehr Ressourcen zur Verfügung hat, um im Abstiegskampf bestehen zu können, meint Christoph Nisus. Gestern Abend verabschiederte sich der Trainer von seinem Team. „Nach der turbulenten und erfolgreichen Saison 2017/18 kann ich sagen, dass mir die Mädels ans Herz gewachsen sind. Ich bin mir sicher, dass sie das Potenzial haben, den Abstieg zu verhindern. Ich habe viele nette Bekanntschaften geschlossen. Mein Dank gilt allen Beteiligten“, erkärt er. Auch künftig will er der TSG Wismar treu bleiben. „Ich werde mir natürlich die Spiele in Wismar anschauen“, hat der Handball-Trainer der Mannschaft versprochen.

Christoph Nisius hatte vor einem Jahr das Team von Jörn Harder übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen aber überraschend zurückgetreten war. Inzwischen hat sich Harder wieder erholt und ist als Trainer für die zweite Frauenmannschaft in der MV-Liga verantwortlich. Damals bei der Übernahme von Nisius spielten die TSG-Damen allerdings noch in der Oberliga Ostsee-Spree. Obwohl die Wismarerinnen hinter BFC Preussen nur den zweiten Platz am Ende der Meisterschaft belegte, durfte das Team von Nisius trotzdem in die dritte Liga aufsteigen. Die Berlinerinnen verzichteten aus finanziellen Gründen.

Dass die Saison in der dritten Liga kein Spaziergang werden würde, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Als Zielstellung hatte der Vorstand den Klassenerhalt herausgegeben. Christoph Nisius setzte auf junge Spielerinnen aus der Region und holte mit Christin Wolter und Steffi Laas zwei ehemalige Handballerinnen der TSG Wismar zurück. Sie waren zum Rivalen Grün-Weiß Schwerin gewechselt, nachdem die TSG in die Oberliga abgestiegen war.

Doch die Bilanz in der dritthöchsten Handball-Liga Deutschlands nach dem siebten Spieltag ist ernüchtern. Mit 2:12-Punkten belegen die Wismarerinnen derzeit den vorletzten Platz in der Tabelle. Schlechter ist nur Eintracht Hildesheim. Gegen dieses Team haben die Hansestädterinnen den einzigen Sieg erkämpft. Am zweiten Spieltag gewann die TSG-Sieben in Hildesheim denkbar knapp mit 21:20. Ansonsten gab es nur Niederlagen. Dabei eine hohe Auswärtsklatsche bei Henstedt-Ulzburg mit 19:35. Dennoch wurde der TSG-Vorstand nicht nervös. Nisius hatte versprochen, dass beim SV-Grün Weiß mit einem Sieg die Wende eingeleitet wird. Doch das Unterfangen ging total in die Hosen. Am Sonntag lieferten die Wismarerinnen in der Landeshauptstadt eine miserable Leistung ab und verloren das Derby mit 15:18. Das war dann für den Präsidenten Torsten Wehr und Vorstand zu viel. Sie entschieden sich für einen Neuanfang. Inzwischen kursieren einige Namen herum. Doch es soll eine interne Lösung gefunden werden. Namen wollte Wehr noch nicht nennen. „Erst wenn alles introckenen Tüchern ist, werden wir den neuen Trainer der ersten Frauenmannschaft bekannt geben“, versichert Torsten Wehr.

Peter Preuß

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