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Mittleres Mecklenburg Verteidiger: Bluttat an Neustrelitzerin und Kleinkind war Totschlag
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Verteidiger: Bluttat an Neustrelitzerin und Kleinkind war Totschlag
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12:13 06.02.2019
Im Prozess um den Mord an einer Frau und ihrer kleinen Tochter am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg hat der Verteidiger (l.) eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert. (Archivfoto) Quelle: Daniel Bockwoldt / dpa
Hamburg

Im Prozess um den Mord an einer Frau und ihrer kleinen Tochter am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg hat der Verteidiger eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert. Sein Mandant sei nur eingeschränkt schuldfähig und habe sich spontan zu der Tat entschieden, sagte sein Anwalt Tim Burkert am Dienstag in Hamburg. Auch lägen keine niedrigen Beweggründe für die Tat zugrunde, da sein Mandant aus Trauer und Wut gehandelt hätte. Er sprach sich für eine zeitlich begrenzte Haftstrafe aus.

Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie die Nebenkläger eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Es sei zudem die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Der 35-Jährige habe den Doppelmord aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch begangen, um die Mutter seines Kindes zu bestrafen.

Angeklagter hatte Sorgerechtsstreit mit getöteter Frau

Der Angeklagte aus dem westafrikanischen Niger hatte vor Gericht gestanden, seine Ex-Partnerin - eine fünffache Mutter - und die gemeinsame kleine Tochter am 12. April 2018 vor den Augen zahlreicher Passanten mit einem Messer getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Hintergrund der Bluttat ein Sorgerechtsstreit mit der ursprünglich aus Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stammenden Frau war.

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dpa