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David Hasselhoff vor 600 Fans in Neubrandenburg

Neubrandenburg David Hasselhoff vor 600 Fans in Neubrandenburg

Er war der „Knight Rider“, Mr. Baywatch und als Sänger lieferte David Hasselhoff mit „I've been Looking For Freedom“ die Hymne zur Wende. Jetzt ist „The Hoff“ auf Comeback-Tour. Freitag trat er im Jahnsportforum Neubrandenburg auf.

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Sänger und Schauspieler David Hasselhoff ist am Freitagabend im Jahnsportforum Neubrandenburg aufgetreten.

Quelle: Ove Arscholl

Neubrandenburg. Wenn sich David Hasselhoff ankündigt, sind meistens gleich zwei Stars zu sehen – so auch am Freitagabend im Neubrandenburger Jahnsportforum. Bevor der 65-jährige Amerikaner die Bühne betritt, wird „K.I.T.T.“, das sprechende schwarze Auto der Marke Pontiac aus der Serie „Knight Rider“ von den Fans umringt. „Das war immer meine Lieblingsserie, ich habe alle Folgen auf DVD“, erzählt Andreas Macknow (30) aus Neubrandenburg strahlend. „Es ist schon beeindruckend, was für ein riesiges Geschoss das ist. Im Fernsehen wirkt es kleiner.“ In der Serie hat David Hasselhoff als Michael Knight das Auto gefahren und für das Gute gekämpft. Und das macht ein Drittel seiner heutigen Popularität aus.

DCX-Bild

Er war der „Knight Rider“, Mr. Baywatch und als Sänger lieferte David Hasselhoff mit „I've been Looking For Freedom“ die Hymne zur Wende. Jetzt ist „The Hoff“ auf Comeback-Tour. Freitag trat er im Jahnsportforum Neubrandenburg auf.

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Dann sind da noch die Baywatch-Fans, die in Rettungsschwimmer-Klamotten und mit Schwimmbojen ausgerüstet ins Konzert kommen und Hasselhoff für seine Serienrolle als Rettungsschwimmer Mitch Buchannon lieben. Und schließlich die, die seine Platten zu Haus haben, oder sogar mit in die Halle bringen. „Ich hoffe, dass ich da heute ein Autogramm drauf bekomme“, erzählt Matthias Hollstein (37) aus Schwerin, der das Album „Looking for Freedom“ von 1989 dabei hat.

Als Hasselhoff mit seiner neunköpfigen Band auf der Bühne steht und die ersten Zeilen von eben jenem 30 Jahre alten Lied anstimmt, beginnt die Stimmung im Saal direkt zu kochen. Voll ist es nicht, etwa 600 Besucher sind gekommen, was in der großen Halle etwas verloren wirkt. Doch die 600 kümmern sich nicht um die Stühle, auf denen sie sitzen sollen. Sie stehen in den Stuhlreihen, feiern und tanzen mit ihrem Idol, auch wenn es zunächst nur bei der ersten Zeile bleibt – erstmal sind die anderen Hits dran: „Is everybody happy?“, „Gipsy Girl“, „Night Rocker“. Hasselhoff ist alt geworden, wirkt angestrengt, hat aber Spaß, seinen Fans die Gassenhauer zu präsentieren, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Im Hintergrund laufen die Original-Musikvideos, die Zeugen einer Zeit sind, deren Modekonzepte heute eher als fragwürdig gelten. Das Video zu „Hooked on a Feeling“ ist eine Lachnummer, gespickt mit kitschigen Digitaleffekten und Hasselhoffs Töchtern als Engel verkleidet. „Ich wollte damals, dass die Deutschen dazu ihr Bier schwenken und ’Hooga Chakka’ singen“, erzählt der Sänger. „Stattdessen haben sie es gehasst und meine Karriere beendet“, sagt er lachend.

Inzwischen sei das Stück aber ein Youtube-Hit. Dann kommt „True Survivor“, Titelsong des Kurzfilms „Kung Fury“ und die Fans rasten aus. Frenetisch wird das Stück von 2015 gefeiert, von Hasselhoff ironisch kommentiert als „Best Video ever“. Im zweiten Teil wird es balladenlastig. Hasselhoff covert Neil Diamond, David Bowie, John Denver, singt „Wir zwei allein“ und zündet doch noch sein Hitfeuerwerk mit „Crazy for you“, „Do the Limbo Dance“ und „Looking for Freedom“ – mit einem Bad in der Menge und viel Konfetti.

 

 Meyer Michael

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