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Östliches Mecklenburg Falsche Polizisten: 64-Jährige aus Neubrandenburg verliert 18 450 Euro
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Falsche Polizisten: 64-Jährige aus Neubrandenburg verliert 18 450 Euro
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14:53 11.02.2019
64-Jährige verliert Ersparnisse durch falsche Polizisten (Symbolfoto) Quelle: dpa
Neubrandenburg / Anklam / Altentreptow 

In Neubrandenburg soll eine 64 Jahre alte Frau am vergangenen Freitag Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden sein. Durch diese Masche soll sie ihr Erspartes von 18 450 Euro verloren haben.

Die Geschädigte soll laut Angaben der Polizei Ende vergangener Woche mehrere Anrufe erhalten haben. Am Telefon war eine Frau, die sich als Polizistin aus Berlin ausgab. Die Polizei in der Hauptstadt sei gemäß Anruferin intensiv mit Ermittlungen zu einer rumänischen Bande beschäftigt. Die Daten der Geschädigten seien auf einer Liste gefunden worden. Die Bande hebe Geld von Konten älterer Leute ab – auch die Neubrandenburgerin könnte noch zum Opfer werden.

Die Täter, darunter eine Frau und mehrere Männer, konnten die Frau überzeugen, ihr Erspartes aus „Sicherheitsgründen“ abzuheben und einem „Polizisten“ persönlich zu übergeben. Die Übergabe am vergangenen Freitag soll geglückt sein; die Frau wurde erst nach der Geldübergabe an eine ihr unbekannten Person an der Haustür misstrauisch und rief die echte Polizei unter der 110 an.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Masche mit angeblichen Polizeibeamten, die sich nach Wertsachen erkundigen und Geldübergaben vorschlagen, um Erspartes im Auftrag des potenziellen Opfers „in Sicherheit“ zu bringen, häuft sich derzeit und ist der Polizei bereits bekannt. Sie warnt alle Bürger noch einmal ausdrücklich: Die echte Polizei wird niemals nach Geld verlangen, dass aus Sicherheitsgründen zum Schutz vor möglichen Betrüger-Banden abgehoben und einem Polizisten überreicht werden muss. Auch Abfragen persönlicher (Vermögens-)Verhältnissen wird es durch die echte Polizei nie geben.

In solchen Fällen bittet die echte Polizei, immer selbst die 110 anzurufen und zu fragen, ob es den geschilderten Sachverhalt und den fragenden Beamten tatsächlich gibt.

lh