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Östliches Mecklenburg Nordosten am schnellsten bei bundesweit größter Gesundheitsstudie
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Nordosten am schnellsten bei bundesweit größter Gesundheitsstudie
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14:47 04.05.2018
Mitarbeiterin Alexandra Smitkiewicz verfolgt im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum die Untersuchung. Quelle: Bernd Wüstneck/archiv
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Neubrandenburg

Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland die vierjährige Basisuntersuchung der größten deutschen Gesundheitsstudie – der Nationalen Kohorte (NAKO) – abgeschlossen. Am Freitag begrüßten Landesbildungsministerin Birgit Hesse (SPD) und Gesamtstudienleiter Klaus Berger im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg die 20 000. Teilnehmerin der Studie im Nordosten. Es gehe um Volkskrankheiten, und das gehe alle etwas an, sagte Hesse. Auf diese Leistung könne die Gesundheitsbranche im Nordosten stolz sein.

Die Studie läuft im Nordosten unter Regie der Universitätsmedizin Greifswald. Von den Eingeladenen in Mecklenburg-Vorpommern seien 23 Prozent zur Untersuchung gekommen, hieß es. Das sei im Vergleich zu anderen Regionen viel.

Anhand der Ergebnisse soll die Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung der bedeutsamsten Volkskrankheiten wie Herzinfarkt, Krebs, Demenz, Diabetes aber auch Skeletterkrankungen verbessert werden. „Wir wollen dabei auch Risikofaktoren in Bezug zu Stressfaktoren setzen“, erklärte Berger, der an der Universität Münster tätig ist. In Mecklenburg-Vorpommern laufe das vorbildlich. Erste konkrete Ergebnisse sollen auf einer Konferenz im Oktober in München vorgestellt werden.

Bei der Nationalen Kohorte werden in 18 Studienzentren in 13 Bundesländern 200 000 Menschen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren untersucht. Bisher nahmen rund 160 000 Menschen teil. Nur zwei Studienzentren Neubrandenburg und Augsburg - haben 20 000 Probanden, alle anderen untersuchen 10 000 Frauen und Männer.

Nach dem ersten Durchlauf werden jetzt alle Probanden zum zweiten Mal zur Untersuchung eingeladen. „Wir hoffen, dass viele wiederkommen“, sagte Sabine Schipf, die Projektleiterin an der Universitätsmedizin Greifswald. Manche Teilnehmer seien weggezogen, einige gestorben, und manche meldeten sich auch nicht wieder. Bei einer anderen Studie, die seit 1997 läuft, sind laut Schipf nach 20 Jahren noch rund die Hälfte der mehr als 4000 Anfangsteilnehmer dabei.

„Die Studie ist insgesamt auf 25 Jahre angelegt“, sagte Berger. Leider sei die Finanzierung aus politischen Gründen nur in Fünf-Jahres-Zyklen möglich. In diesen Abständen werden die Probanden eingehend untersucht und genau zu Lebensumständen befragt. „Je mehr Folgeuntersuchungen, desto besser sind kausale Zusammenhänge erkennbar“, erläuterte Berger. So werden auch Handgreifkraft und Konzentrationsfähigkeit untersucht, um daraus Schlüsse auf später mögliche Krankheiten zu ziehen.

Zudem wurden Teilnehmer mit Bewegungsmessuhren ausgestattet, um genauer zu ergründen, wie sich der Lebensstil auf die Gesundheit auswirkt. Die Kosten für die ersten zehn Jahre der Studie belaufen sich auf rund 256 Millionen Euro. „Das ist wenig, wenn man es auf die Zahl der 200 000 Teilnehmer umrechnet“, sagte Berger. Für etwa 1200 Euro pro Patient bekomme man enorm wichtige Daten, die auch der Vorbeugung zu Gute kommen und Behandlungskosten sparen würden.

dpa/mv

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