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Identität von weiblichen Kriegsgefangenen geklärt

Neubrandenburg Identität von weiblichen Kriegsgefangenen geklärt

In Neubrandenburg wurden 80 tote Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert. Es handelt sich um 80 Frauen, die in einer Außenstelle des KZ Ravensbrück umkamen.

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Blick auf den Küchentrakt im ehemaligen Frauen-Konzentrationslager der Nationalsozialisten im brandenburgischen Ravensbrück, aufgenommen nach der Befreiung im Mai 1945.

Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Neubrandenburg. 72 Jahre nach Kriegsende sind in Neubrandenburg weitere tote Kriegsgefangene identifiziert worden. Dabei handelt es sich um 80 Frauen aus zehn europäischen Ländern, die bei der Zwangsarbeit in einer Außenstelle des KZ Ravensbrück zwischen Dezember 1944 und Ende April 1945 ums Leben kamen und an einem Ehrenmal beigesetzt sind, wie ein Stadtsprecher am Freitag mitteilte.

Die bisher unbekannten Namen der Frauen hatte eine polnische Krankenschwester in einem Notizbuch aufgeschrieben. Dies habe sie 1945 hinausschmuggeln können, als sie mit den weißen Bussen des Schwedischen Roten Kreuzes gerettet wurde.

Auf die Spur der Frauen, von denen ein Teil aus Italien war, kamen die Neubrandenburger durch eine Anfrage aus Australien. Ein dort lebender Mann habe nach seinem italienischen Onkel gefragt. Die Forschung habe ergeben, dass bundesweit viele Schicksale von Italienern nicht geklärt sind, die nach dem Sturz Mussolinis und der Kriegserklärung Italiens gegen Deutschland 1943 gefangen genommen worden waren.

Dies seien insgesamt 600 000 Italiener gewesen, denen zunächst der Status „Zwangsarbeiter“ verwehrt wurde. Einzelheiten der Forschung will das Stadtarchiv am 18. September vorstellen. In Neubrandenburg waren Tausende Zwangsarbeiter in Rüstungsfirmen, zum Teil aus dem KZ Ravensbrück, eingesetzt. In Fünfeichen befand sich zwischen 1939 und 1945 zudem eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager.

dpa/mv

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