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Östliches Mecklenburg Polizist erschießt Einbrecher in Neubrandenburg
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Polizist erschießt Einbrecher in Neubrandenburg
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07:01 02.03.2018
Neubrandenburg

Rätselhafter Todesschuss aus einer Dienstwaffe in Neubrandenburg: Gestern Nacht hat ein Polizeibeamter in der Vier-Tore-Stadt einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen. Die Hintergründe, warum der 27-Jährige sterben musste, blieben gestern in Dunkeln. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg machte keinerlei Angaben.

Nur so viel ist aus der Polizeimeldung bekannt: Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht an einer Ladenzeile in der Oststadt. Das Opfer sei mit zwei Komplizen unterwegs gewesen, die

später festgenommen wurden. Der Verwundete kam nach dem Schuss in das nahe gelegene Klinikum, wo er noch in der Nacht starb.

Eine Zeugin hatte die Polizei um 0.23 Uhr angerufen, weil sie sah, wie sich drei Männer Zugang zu einem Kiosk in der Ladenzeile verschafften. Daraufhin seien mehrere Streifenwagen ausgerückt. Die Beamten sollen die Verdächtigen aufgefordert haben, den Kiosk zu verlassen. Dabei habe ein Beamter seine Pistole eingesetzt. „Nach bisherigen Erkenntnissen wurde ein Schuss abgefeuert“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann sei am Oberkörper getroffen worden.

Welche Nationalität der Tote und die zwei weiteren Tatverdächtigen im Alter von 27 und 40 Jahren haben, wurde nicht mitgeteilt. Auch ob er bewaffnet war, blieb unklar. Die beiden anderen Männer wurden  festgenommen. Gegen sie werde wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls ermittelt.

Der Polizist, der geschossen hat, beendete noch seine Nachtschicht. Er sollte später ebenfalls angehört werden. Ihm sei – wie nach Schusswaffengebrauch üblich – seelsorgerische Hilfe angeboten worden. Sein Alter und welche Erfahrung er im Umgang mit Schusswaffen hatte, wurde nicht bekannt.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte: „Unsere Polizistinnen und Polizisten müssen in Sekundenbruchteilen die schwerwiegende Entscheidung treffen, ob sie die Schusswaffe einsetzen.“ Jeder Schuss sei äußerst belastend. „Die genauen Umstände des Einsatzes in Neubrandenburg werden intensiv ermittelt und restlos aufgeklärt“, versprach der Minister. So lange gelte auch für Polizeibeamte die Unschuldsvermutung.

Polizisten in MV richten ihre Waffe extrem selten auf Menschen. Laut Statistik gab es 2017 nur einen Schusswaffeneinsatz „gegen Sachen“ zur Verhinderung einer Flucht. Die meisten der 1229 Polizeischüsse wurden auf kranke oder verletzte Tiere abgegeben.

Axel Büssem und Winfried Wagner

Die Partie vor heimischer Kulisse gegen den 1. FC Neubrandenburg steht allerdings vor einer Absage.

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