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SPD-Parteitag straft Sozialpolitiker Heydorn ab

Neubrandenburg SPD-Parteitag straft Sozialpolitiker Heydorn ab

Wegen des Vertrages seiner Firma für ein leeres Flüchtlingsheim steht der Schweriner auch parteiintern in der Kritik. Bei der Aufstellung der Liste für die Landtagswahl reichen ihn die Genossen nach hinten durch.

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Der Schweriner SPD-Sozialexperte Jörg Heydorn steht auch parteiintern wegen des Vertrages seiner Firma über ein leeres Flüchtlingsheim in der Kritik. Bei der SPD-Landeslistenwahl landete er auf Platz 18.

Quelle: Cornelius Kettler

Neubrandenburg. Die Landes-SPD hat bei der Aufstellung der Landesliste auf dem Parteitag in Neubrandenburg den Sozialpolitiker Jörg Heydorn abgestraft. Der Schweriner scheiterte bei der Wahl zu Platz 13 gegen Andreas Butzki aus Neustrelitz. Bei der Wahl um Platz 18 konnte er sich erst im zweiten Wahlgang gegen Jochen Schulte aus Rostock durchsetzen. Die Platzierung gilt als wenig aussichtsreich für einen Einzug in den Landtag, da die SPD laut einer aktuellen Umfrage derzeit nur auf 22 Prozent der Wählerstimmen kommt. Heydorn müsste schon seinen Schweriner Wahlkreis direkt gewinnen, um wieder ins Parlament zu kommen.

Heydorn steht seit Wochen wegen eines Vertrages seiner Firma Comtact mit dem Land zur Betreibung eines leeren Flüchtlingsheimes in der Kritik. Monat für Monat kassiert Comtact 125000 Euro, obwohl in dem Heim in Schwerin niemand untergebracht ist. Heydorn hatte den Vetrrag verteidigt; er müsse auch bei Leerstand Personal für ein Drei-Schicht-System stellen und habe Kosten. Das Innenministerium erklärte in dieser Woche, der Vertrag mit Comtact sei zum 30. Juni gekündigt.

SPD-Leute wiesen am Sonnabend in Neubrandenburg einen Zusammenhang zwischen Listenwahl und Heim-Affäre zwar offiziell zurück. Unter der Hand fielen Kommentare aber ganz anders aus. Heydorn müsse verhindert werden, sagten einige Genossen zuvor. Auch Norbert Nieszery, Fraktionschef im Landtag, hatte im Vorfeld Kritik am Vertrag Heydorns geübt. Dies sei mit seinen moralischen Ansprüchen nicht vereinbar.

Von Pubantz, Frank

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